3:0! Gladbach weist Wolfsburg in die Schranken

Borussia Mönchengladbach besiegte den VfL Wolfsburg am Freitagabend durch Tore von Lars Stindl (8.), Raffael (35.) und Christoph Kramer (44.) mit 3:0 (3:0) und vergrößerte damit die Abstiegssorgen der Niedersachsen. Die Borussia hingegen verringerte den Rückstand auf die Europa League-Ränge auf drei Punkte.

Gladbachs Trainer Dieter Hecking nahm im Vergleich zum 1:5 beim FC Bayern München eine Änderung an seiner Startelf vor. Kapitän Stindl kehrte nach abgesessener Gelbsperre zurück, Josip Drmić nahm auf der Bank Platz. Auch Heckings Gegenüber Bruno Labbadia veränderte seine Anfangsformation nach dem 0:0 in Augsburg auf einer Position. John Anthony Brooks, der in den letzten Monaten an einer Entzündung im Knie laboriert hatte, feierte nach 15 verpassten Spielen in Folge sein Comeback und ersetzte den gelb-rot-gesperrten Felix Uduokhai. Außerdem saß Jakub Błaszczykowski, der seit Mitte November aufgrund von Rückenproblemen nicht mehr gespielt hatte, erstmals wieder auf der „Wölfe“-Bank.

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Beiden Mannschaften waren die offensiven Ambitionen von Beginn weg anzumerken. Nach fünf Minuten ergriff jedoch die Borussia die Kontrolle über das Geschehen, was sich prompt bezahlt machte. Vom Wolfsburger Riechedly Bazoer sprang der Ball unglücklich zu Stindl, der aus halbrechter Position im VfL-Strafraum satt ins kurze Eck abschloss und die Hausherren früh in Führung brachte (8.). Die Niedersachsen wussten nicht so recht, wie sie mit diesem Rückstand umgehen sollten. Oscar Wendt setzte einen Freistoß aus 20 Metern rechts neben das Tor (15.). Stindl scheiterte nach starker Kombination über Nico Elvedi und Denis Zakaria aus ähnlicher Position wie beim 1:0 an Wolfsburgs Keeper Koen Casteels (26.).

Labbadia stellt um – Gladbach legt nach

Nach einer knappen halben Stunde nahm Labbadia den überfordert wirkenden und bereits verwarnten Brooks vom Platz und ersetzte ihn durch Marcel Tisserand (29.). Außerdem stellte der VfL-Coach defensiv auf eine Viererkette um. Diese Maßnahme fruchtete nicht. Jannik Vestergaard fand mit einem hohen Ball aus der eigenen Hälfte Jonas Hofmann. Dessen Versuch konnte Casteels noch parieren, doch bei Raffaels Nachschuss aus 13 Metern war er machtlos (35.). Fast 36 Minuten dauerte es, bis Maximilian Arnold per Freistoß Borussia-Schlussmann Yann Sommer erstmals prüfte (36.). Es waren allerdings die Gastgeber, die noch vor der Halbzeit erhöhten. Kramer verwandelte einen direkten Freistoß aus 18 Metern, während Casteels noch die Mauer stellte (44.). Schiedsrichter Tobias Stieler hatte die Ausführung bereits freigegeben.

Der zweite Durchgang begann gemächlich. Nany Landry Dimata versuchte sich aus 14 Metern, sein zentraler Abschluss stellte Sommer aber nicht vor Probleme (52.). Die Borussia überließ den Gästen nach dem Seitenwechsel mehr Spielanteile und beschränkte sich größtenteils auf Konter. Die Autostädter intensivierten ihre Offensivbemühungen, agierten im letzten Drittel aber zu unpräzise. Symptomatisch für die Wolfsburger Harmlosigkeit war die 65. Minute: Daniel Didavi erhielt im Mittelfeld einige Meter Platz und musste, weil niemand mitgelaufen war, selbst den Abschluss aus der Distanz suchen (65.).

Wolfsburger Offensive in der Schlussphase völlig ratlos

Auf der Gegenseite zeigte sich ein ganz anderes Bild: Hofmann umkurvte vier Wolfsburger wie Slalomstangen und konnte nur durch eine starke Parade von Casteels an seinem ersten Saisontor gehindert werden (66.). Fünf Minuten später verpasste Matthias Ginter per Kopf nach einer Ecke das 4:0 (71.). In der Schlussphase verwalteten die Hausherren das Spiel. Der VfL wirkte völlig ratlos und kam durch Didavi nach einer Flanke von Arnold nur noch zu einer Gelegenheit (86.).

Borussia Mönchengladbach bezwingt den VfL Wolfsburg zum Auftakt des 31. Spieltags völlig verdient mit 3:0. Den Gladbachern reichte eine starke erste Hälfte, um das Spiel zu entscheiden. Der VfL Wolfsburg fand zu keinem Zeitpunkt in die Partie und könnte bis Sonntag auf den nur allzu bekannten Relegationsrang durchgereicht werden.