5:0! Bayern gewinnen den Supercup

Foto: Adam Pretty/Bongarts/Getty Images

Der FC Bayern München hat sich den ersten Titel der neuen Saison gesichert. Bei der Rückkehr von Niko Kovač nach Frankfurt setzte sich der Rekordmeister im Finale um den Supercup am Sonntagabend mit 5:0 (2:0) durch.

Eintracht-Trainer Adi Hütter startete mit den zwei Neuzugängen Frederik Rönnow und Lucas Torró in der Startelf. Der 48-jährige Österreicher setzte wie in den vergangenen beiden Tests auf ein 3-4-2-1-System. Vize-Weltmeister Ante Rebić nahm – wie auch Luka Jović – zunächst auf der Bank Platz. Beim Rekordmeister starteten Mats Hummels und Niklas Süle in der Innenverteidigung, Jérôme Boateng fehlte mit Problemen an der Patellasehne. Auch Renato Sanches (Probleme im Lendenwirbelbereich), James (Trainingsrückstand) und Serge Gnabry (angeschlagen) standen nicht im Kader der Gäste.

- Anzeige -

Die Münchner erarbeiteten sich in der Anfangsphase das gewöhnliche Übergewicht an Ballbesitz, wirklich zwingend wurde es aufgrund der kompakt stehenden Defensive der Eintracht zunächst aber nicht. Die Hessen blieben vor allem nach hohen Bällen gefährlich, eingreifen musste Bayern-Keeper Manuel Neuer dabei aber nicht. Die erste Chance des Rekordmeisters brachte die Führung für den Favoriten: Joshua Kimmich flankte den Ball aus dem Halbfeld zu Robert Lewandowski, der sich einen Schritt von Makoto Hasebe löste und gegen die Laufrichtung von Rönnow per Aufsetzer einnickte (21.). Im Gegenzug zielte Mijat Gaćinović vom Strafraumrand knapp vorbei (23.). Auf der Gegenseite nickte Lewandowski nach einer Robben-Ecke völlig frei zum 2:0 ein, Rönnow hatte sich bei der Hereingabe mächtig verschätzt (26.).

Lewandowski im Privatduell mit Abraham

Nur wenig später hatte die Eintracht Glück, dass Schiedsrichter Marco Fritz nach einem Zweikampf zwischen Marco Fabián und Lewandowski im SGE-Strafraum laufen ließ (29.). Über einen Elfmeter hätten sich die Hessen nicht beschweren dürfen. Zuvor war der Mexikaner bereits mit einer kleinen Ohrfeige gegen den polnischen Nationalstürmer aufgefallen. Die Frankfurter ließen sich in der Schlussviertelstunde des ersten Durchgangs immer mehr in die eigene Hälfte drängen, gefährlich wurde es für das Eintracht-Tor aber nur nach einem Distanzschuss von Thomas Müller (36.). Kurz vor der Pause stoppte Hummels den pfeilschnellen Gaćinović kurz vor dem Strafraum mit einem rustikalen Einsteigen, Schiedsrichter Fritz zeigte die Gelbe Karte (45.+1). Der folgende Freistoß brachte nichts ein. Kurz darauf ging es in die Pause.

Das schnelle dritte Tor der Münchner verhinderte Rönnow mit einer Parade gegen einen Abschluss von Arjen Robben (48.). Knapp fünf Minuten später musste der Hrádecký-Nachfolger dann aber doch hinter sich greifen: Robben und Müller bereiteten das dritte Tor von Lewandowski über rechts vor. Vor dem Strafraum zog der Angreifer gekonnt an Abraham vorbei, um den Ball auch an Rönnow vorbeizuschieben (54.). Der eingewechselte Kingsley Coman schraubte das Ergebnis nach einer flachen Flanke von David Alaba auf 4:0 hoch (63.). Im Anschluss brachte Hütter mit Rebić (für Jonathan de Guzmán) und Danny Blum (für Fabián) zwei frische Kräfte, bei den Bayern kam Leon Goretzka für Müller (64.).

Videobeweis-Ärger um Abraham

Zahlreiche Nicklichkeiten zogen dem Spiel in der Folge den Stecker. Immer wieder kam es zum Duell zwischen Eintracht-Kapitän Abraham und Lewandowski. Nach 70 Minuten verpasste der Argentinier dem Bayern-Angreifer einen heftigen Schlag mit dem Arm ins Gesicht und sah dafür die Gelbe Karte (70.). Der Video-Schiedsrichter sah keinen Grund, die Entscheidung von Referee Fritz anzuzweifeln. Weil Kovač bereits dreimal gewechselt hatte, mussten die Bayern das Spiel nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Alaba, der von Danny da Costa abgeräumt wurde, zu zehnt beenden (76.). Davon ließ sich der Rekordmeister jedoch nur bedingt beeindrucken: Der agile Coman setzte sich rechts durch und legte im Strafraum klug flach zurück zu Thiago, der völlig frei ins linke Toreck verwertete (85.). Kurz darauf war Schluss.