5:2 nach 0:2 – Bayern tanzen auch Hoffenheim aus

Auch von einem frühen Rückstand lässt sich der FC Bayern München offenbar nicht schocken: Nach einem 0:2 hat der Rekordmeister am Samstag noch einen souveränen Sieg geholt. Gegen Angstgegner Julian Nagelsmann und die TSG Hoffenheim gab es letztlich ein deutliches 5:2 (2:2).

Mächtig rotiert wurde beim FC Bayern, gleich fünf Wechsel gab es im Vergleich zum jüngsten 4:2 gegen Bremen. Für den erkrankten Javi Martínez sowie Juan Bernat, James Rodríguez, Thomas Müller und Franck Ribéry durften David Alaba, Corentin Tolisso, Arturo Vidal, Sebastian Rudy und Kingsley Coman ran. Bei einem Wechsel gegenüber dem 1:4 gegen Leverkusen beließen es die Gäste: Mark Uth lief für Ádám Szalai im Sturmzentrum auf.

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Dreimal in Folge hatte Nagelsmann den FC Bayern ärgern können, und auch im vierten Aufeinandertreffen erwischte Hoffenheim den Rekordmeister zunächst auf dem falschen Fuß. In den ersten Minuten nämlich wirbelten die Sinsheimer am Samstag gnadenlos durch die Arena. Das erste Ausrufezeichen gab es nach weniger als 180 Sekunden: Serge Gnabry drang in den Münchner Strafraum ein und wurde dort von Joshua Kimmich über den Haufen gerannt. Zwar parierte Sven Ulreich den Elfmeter von Gnabry, im Nachschuss traf dann allerdings Uth (5.). Und wenig später legten die Gäste gleich noch ein Tor nach: Ein Zuspiel in die Spitze von Lukas Rupp prallte von Jérôme Boateng vor die Füße Gnabrys, und die Bayern-Leihgabe schoss trocken aus 20 Metern zum 2:0 ein (12.).

Lewandowski und Boateng schlagen zurück

Ähnlich rasant ging es weiter, nun allerdings vermehrt auf der anderen Seite. Diesen Rückstand nämlich wollten sich die Bayern nicht bieten lassen. Zwar hatten die Münchner noch einige Probleme mit dem Spielaufbau, die erste Chance brachte dann aber gleich den Anschlusstreffer. Kimmich zog von der Strafraumgrenze ab, in der Mitte spitzelte Robert Lewandowski den Ball durch die Füße von Oliver Baumann (22.). Und Gelegenheit Nummer zwei bedeutete anschließend auch umgehend Tor Nummer zwei: Eine Ecke von Arjen Robben fand Boateng in der Mitte, aus wenigen Metern köpfte der Verteidiger zum 2:2 ein (25.). Binnen weniger Minuten hatte der Tabellenführer den misratenen Start repariert.

Anschließend nahmen die Münchner erst mal etwas Tempo aus dem Spiel, Kontrolle lautete das Stichwort. Lediglich Coman sorgte über links noch für etwas Unordnung in der TSG-Defensive. Erst kurz vor der Pause drückten die Hausherren dann doch noch mal aufs Gaspedal – und wären dafür fast belohnt worden. Zunächst jedoch verfehlten Alaba (38.) und Vidal (42.) das Tor jeweils knapp, anschließend hatte auch Lewandowski sein Visier etwas zu hoch eingestellt (45.). So ging es mit dem 2:2 in die Pause, Hoffenheim hatte die Partie nach furiosem Start aus der Hand gegeben.

Coman zur Führung, Vidal macht alles klar

Mit einem Wechsel ging es in Hälfte zwei weiter, bei Hoffenheim kam Kevin Akpoguma für den gelbverwarnten Ermin Bičakčić. Und die erste Szene gehörte wiederum, wie schon im ersten Durchgang, den Gästen: Gnabry legte für Uth ab, der Angreifer jedoch zögerte zu lange mit dem Abschluss (47.). Ein Feuerwerk gab es nach Wiederanpfiff aber erst mal nicht zu sehen, beide Teams agierten zunächst abwartend. Die Bayern sammelten zwar das Gros an Ballbesitz, machten daraus aber nicht allzu viel. Nagelsmann blies daher nach knapp einer Stunde zum Angriff: Für Rupp brachte er Nadiem Amiri (58.).

Die Tore allerdings machte nun doch noch der Tabellenführer. Nummer eins ging auf das Konto von Coman: Von Lewandowski bedient, tanzte der Franzose im Strafraum noch Kevin Vogt aus und schoss anschließend zum 3:2 ein (63.). Nur drei Minuten später sorgte dann Vidal mit einem Kopfballtor für die Vorentscheidung (66.). Anschließend durften die Münchner die Partie entspannt zu Ende spielen, von Hoffenheim nämlich kam nun kaum noch Gegenwehr. Jupp Heynckes durfte daher noch ein wenig durchwechseln, für Robben brachte er Rafinha (77.), für Kimmich kam der Ex-Hoffenheimer Sandro Wagner (85.). Und der deutsche Nationalstürmer durfte tatsächlich gegen die alten Kollegen sein erstes Tor für die Bayern bejubeln: Rafinha brachte den Ball nach innen, dort drückte ihn Wagner zum 5:2-Endstand über die Linie (90.+1).