6:0! Bayern marschieren ins Halbfinale

Der FC Bayern München hat sich durch einen 6:0 (3:0)-Erfolg über Drittliga-Spitzenreiter SC Paderborn zum neunten Mal in Folge für das DFB-Pokal-Halbfinale qualifiziert.

Paderborns Trainer Steffen Baumgart veränderte seine Startelf nach dem 1:1 gegen die SG Sonnenhof Großaspach auf drei Positionen: Leopold Zingerle, Kwame Yeboah und Phillip Tietz wurden durch Pokal-Torhüter Michael Ratajczak, Massih Wassey sowie Ben Zolinski ersetzt. Aufseiten des Bundesligisten nahm Jupp Heynckes gemessen am 2:0-Sieg in Mainz sieben Änderungen vor: Jérôme Boateng (Magen-Darm-Infekt), Rafinha, Juan Bernat, Sebastian Rudy, Corentin Tolisso, Franck Ribéry und Sandro Wagner (alle Bank) wurden durch Joshua Kimmich, Niklas Süle, David Alaba, Arturo Vidal, Arjen Robben, Kingsley Coman sowie Robert Lewandowski ersetzt.

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Der Rekordmeister ließ erst gar keine Zweifel aufkommen, dass die Aufgabe in Paderborn auf die leichte Schulter genommen werden könnte. Die erste Chance für die Gäste hatte Lewandowski, dessen Kopfball von Ratajczak pariert wurde (3.). Etwas mehr als eine Viertelstunde dauert es schließlich, ehe der Favorit mit 1:0 in Führung ging. Der auffällige Coman profitierte bei seinem Treffer davon, dass Robben ein halbes Luftloch schlug und damit unfreiwillig die Vorlage für den Franzosen gab, der aus kurzer Distanz einschoss (19.). Kurz darauf spielte Coman nach einem Sprint den mitgelaufenen Lewandowski an, der im Strafraum mit einem platzierten Rechtsschuss das 2:0 markierte (25.).

Die Hausherren versteckten sich in der ausverkauften Benteler-Arena zwar keineswegs, blieben im Spiel nach vorne aber zu ungefährlich, um den FC Bayern wirklich ins Wanken zu bringen. Wenn der SCP mal gefährlich wurde, dann über Standardsituationen von Marlon Ritter. Der Rekordmeister kontrollierte die Partie in den ersten 45 Minuten nach Belieben und legte vor dem Seitenwechsel noch das vorentscheidende 3:0 nach. Mats Hummels überspielte die komplette Paderborner Hintermannschaft mit einem hohen Pass zu Kimmich im Strafraum, der alleine vor Ratajczak die Nerven behielt (42.). Zuvor hatte Heynckes den leicht angeschlagenen Müller als Vorsichtsmaßnahme durch Tolisso ersetzt (32.).

Paderborn mutig, Bayern eiskalt

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern im Prinzip das gleiche Bild wie vor der Pause: Die Bayern kontrollierten das Spielgeschehen, während der Außenseiter zumindest versuchte, den Rekordmeister irgendwie in Bedrängnis zu bringen. Das 4:0 der Münchner konnten die Hausherren dennoch nicht verhindern. Eine James-Ecke nickte der sträflich alleingelassene Tolisso über die Linie (55.). Im Gegenzug scheiterte Zolinski mit seinem Versuch von rechts am Pfosten (56.). Zwingende Chancen blieben in der Folge Mangelware, wobei die Bayern weiterhin den aktiveren Eindruck machten.

Die beste Chance zum Ehrentreffer für den Außenseiter hatte kurz vor Schluss Tietz, der es aber nicht schaffte, den Ball aus drei Meter Entfernung im leeren Tor unterzubringen (81.). Zuvor hatte Niklas Süle den Ball unkonzentriert am eigenen Strafraum an Sven Michel verloren, der daraufhin quer legte und die Chance dadurch erst ermöglichte. In den Schlussminuten schraubte Robben das Ergebnis nochmals in die Höhe und traf zum 5:0 sowie zum 6:0-Endstand (86., 88.).