6:0! BVB zerbricht in München in seine Einzelteile

Machtdemonstration in der eigenen Arena: Der FC Bayern München hat sich im Topspiel des 28. Spieltags mit 6:0 (5:0) gegen Borussia Dortmund durchgesetzt. Die Gäste hatten über 90 Minuten nicht den Hauch einer Chance.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes veränderte seine Startelf im Vergleich zum 1:2 in Leipzig vor der Länderspielpause auf fünf Positionen. Rafinha, Jérôme Boateng, Javi Martínez, Franck Ribéry und Arjen Robben starteten anstelle von Joshua Kimmich, Niklas Süle, Sebastian Rudy (alle Bank), Arturo Vidal (Oberschenkelprellung) und Juan Bernat (Kapselreizung). Die personellen Veränderungen bei Borussia Dortmund im Vergleich zum 1:0 gegen Hannover 96 hielten sich dagegen in Grenzen, lediglich Abwehrchef Sokratis rückte für den angeschlagenen Ömer Toprak in die Mannschaft.

- Anzeige -

Von der ersten Minute an wurde ein Klassenunterschied zwischen den beiden Dauerrivalen der vergangenen Jahre deutlich. Bereits nach fünf Minuten gelang Ex-Dortmunder Robert Lewandowksi mit seinem 24. Saisontreffer die 1:0-Führung (5.). Die Vorlage kam von Thomas Müller. Das vermeintliche 2:0 durch Ribéry folgte nur vier Minuten später, wurde von Referee Bastian Dankert aufgrund einer Abseitsstellung von James, der das Zuspiel von Müller leicht berührte, jedoch zurückgepfiffen (9.). Damit war der nächste Bayern-Treffer aber nur kurze Zeit aufgeschoben: James schob die Kugel nach Alaba-Zuspiel zum 2:0 in die Maschen (14.).

Bayern gnadenlos, BVB harmlos

Den Dortmundern ging weiter alles viel zu schnell. Müller trug sich als nächster Bayern-Spieler in die Torschützenliste ein (23.). Der Weltmeister drückte eine James-Flanke humorlos über die Linie. BVB-Coach Peter Stöger reagierte und brachte nach 29 Minuten Julian Weigl für Gonzalo Castro (29.). Während dem BVB weiter jeglicher Zugriff auf das Spiel abhanden kam, legte der FC Bayern vor der Pause noch die Treffer vier und fünf nach. Beim 4:0 ließ Ribéry zunächst Łukasz Piszczek stehen, zog die Grundlinie nach innen und hob das Leder dann über BVB-Keeper Roman Bürki hinweg in Richtung Tor – am Ende drückte Lewandowski die Kugel über die Linie (44.). Das letzte Tor der ersten Halbzeit beanspruchte Ribéry dann aber für sich, als er nach Doppelpass mit James frei vor Bürki die Kugel traumhaft ins Tor hob (45.+1).

Im zweiten Durchgang schalteten die Hausherren auch mit Blick auf das Champions League-Viertelfinal-Hinspiel gegen den FC Sevilla am kommenden Dienstag in den Verwaltungsmodus. Der BVB war dennoch weiterhin fast ausschließlich damit beschäftigt, nicht noch weitere Gegentreffer zu kassieren und den Schaden – soweit möglich – gering zu halten. Heynckes gönnte in der Schlussphase Thiago und Rudy weitere Spielpraxis, Kimmich war bereits zur Pause für David Alaba gekommen. Ein Lebenszeichen des BVB sendete Mario Götze mit einem Pfostenschuss (67.). Kurz vor Schluss erhöhte Lewandowski nach Kimmich-Flanke auf 6:0 (87.). Den Meistertitel konnten die Bayern ob des Schalker Siegs am Samstag noch nicht klarmachen.