Acht Spiele, acht Klubs: Elf des Spieltags bunt gemischt

Aus gleich acht Partien des Wochenendes haben es Akteure in die Elf des Spieltags geschafft. Lediglich das Duell zwischen Dortmund und Hannover erlebte keine Nominierung für die Lattenkreuz-Auswahl. Drei Vereine stellen dabei je zwei Spieler: Eintracht Frankfurt, Werder Bremen und der 1. FC Köln.

Torwart: Ralf Fährmann
Bereits in der Vorwoche hatte sich Ralf Fährmann die Nominierung gesichert, am Samstag nun spielte sich der Schlussmann des FC Schalke 04 erneut in den Fokus. Zwar zeigte Fährmann im Verlaufe der Partie gegen Wolfsburg die eine oder andere Schwäche in der Strafraumbeherrschung, letztlich aber war er immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Sein Meisterstück lieferte der 29-Jährige in der Schlussphase mit einem gehaltenen Elfmeter gegen Paul Verhaegh.

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Innenverteidigung: Niklas Stark, Dominic Maroh und Matthias Ginter
Einer Energieleistung hatte es bedurft, ehe Hertha BSC den 2:1-Sieg gegen Hamburg feiern durfte. Dabei hatte sich Trainer Pál Dárdai für das Innenverteidiger-Duo Niklas Stark/Karim Rekik entschieden – und wohl daran getan. Insbesondere Stark nämlich lieferte eine blitzsaubere Partie, in der er sich ebenso als starker Zweikämpfer präsentierte wie als sicherer Ballverteiler. 22 Duelle bestritt der 22-Jährige und verbuchte eine Passquote von 90 Prozent. Sogar noch deutlich passsicherer agierte Dominic Maroh. Der Verteidiger des 1. FC Köln nämlich verbuchte beim 2:0 gegen Leverkusen gleich eine Quote von 98 Prozent. Lange hatte der 31-Jährige unter Stefan Ruthenbeck auf der Bank schmoren müssen, am Sonntag zeigte er seine ungebrochene Qualität. Eine Zukunft in der Domstadt dürfte Maroh dennoch nicht haben. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, eine Verlängerung kam bislang nicht zustande. Bezweifelt werden darf ebenfalls, wie lange Matthias Ginter noch bei Borussia Mönchengladbach spielt. Während die „Fohlen“ nämlich im Tabellenmittelfeld feststecken, spielt sich der 24-Jährige zunehmend in den Fokus. Zum Abwehrchef ist Ginter seit seinem Wechsel im vergangenen Sommer gereift, nachgekommen ist er diese Rolle mal wieder am Samstag. Beim 3:3 gegen Hoffenheim war der Verteidiger mit 114 Ballkontakten einer der maßgeblichen Spieler – und besorgte zudem mit einem Treffer in den Schlussminuten den Punktgewinn für sein Team.

Defensives Mittelfeld: Naby Keïta
Erstmals in der Vereinsgeschichte sind RB Leipzig am Sonntag Punkte gegen den FC Bayern geglückt. Dabei durften sich die Sachsen nach dem 2:1 vor allem bei Naby Keïta bedanken. Trotz nur 8,3 zurückgelegten Kilometern nämlich war der Guineer einer der auffälligsten RB-Spieler. Nicht nur erzielte Keïta das zwischenzeitliche 1:1, er legte in der zweiten Hälfte auch noch den Siegtreffer Timo Werners auf. Insgesamt bereitete der 23-Jährige fünf Abschlüsse seiner Mitspieler vor.

Linkes Mittelfeld: Leonardo Bittencourt
Es ist keine abwegige Spekulation, zu behaupten: Hätte sich Leonardo Bittencourt nicht im November verletzt, hätte der 1. FC Köln einige Punkte mehr auf dem Konto. Wie wichtig der 24-Jährige nämlich für das Spiel der Domstädter ist, beweist er seit seiner Rückkehr vor drei Wochen. Beim 2:0 gegen Leverkusen wirbelte Bittencourt am Sonntag auf seiner linken Seite – so sehr, dass seine Gegenspieler Tin Jedvaj und Julian Baumgartlinger zur Pause ausgewechselt wurden. Den frühen Führungstreffer Yūya Ōsakos hatte er aufgelegt und sich zudem in insgesamt 25 Zweikämpfen aufgerieben, ehe er nach 71 Minuten vorzeitig vom Feld musste und sich einen Sonderapplaus abholen durfte.

Offensives Mittelfeld: Kevin-Prince Boateng
Einige Skepsis hatte den Wechsel Kevin-Prince Boatengs zu Eintracht Frankfurt im Sommer begleitet. Nach nun rund neun Monaten im Trikot der Hessen aber hat sich der 31-Jährige aber längst als Glücksgriff erwiesen. Woche für Woche nämlich tritt Boateng ans Anführer auf. Längst ist er zudem ein Mann für die wichtigen Tore: Mit seinem Schuss ins kurze Eck brachte er den 3:0-Sieg gegen Mainz auf den Weg. Anschließend war Boateng an fast allen Offensivaktionen der Eintracht beteiligt und trat zudem wie gewohnt als Organisator im Mittelfeld auf.

Rechtes Mittelfeld: Maximilian Eggestein
Wie entfesselt spielte der SV Werder Bremen am Samstag in der ersten Halbzeit in Augsburg auf. Zentrale Schnittstelle zwischen Abwehr und Angriff war dabei Maximilian Eggestein. Mit 12,2 Kilometern Laufleistung kurbelte der 21-Jährige immer wieder das Offensivspiel der Norddeutschen an. Zudem ging von Eggestein selbst immer wieder Torgefahr aus: Pech hatte er nach rund einer Stunde, als einer seiner insgesamt vier Schüsse an die Latte knallte. Doch auch ohne Tor gehörte der viermalige U21-Nationalspieler zu den stärksten Akteuren des Wochenendes.

Sturm: Luka Jović, Mario Gómez und Ishak Belfodil
Am Ende konnte man Eintracht Frankfurts Luka Jović nur einen Vorwurf machen: Dass er nicht mindestens drei Tore erzielt hatte. Doch auch mit nur einem Treffer beim 3:0 gegen Mainz gehörte der Leihstürmer zu den Matchwinnern bei den Hessen. Für Sébastien Haller in die Startelf rotiert, stellte Jović unter Beweis, künftig eine echte Option für Niko Kovač zu sein. Ungemein spielfreudig zeigte sich der 20-Jährige, der insgesamt siebenmal aufs FSV-Tor schoss. Jeweils noch ein Tor mehr als Jović durften Mario Gómez und Ishak Belfodil bejubeln. Gómez hatte am Freitag die Serie des VfB Stuttgart gerettet: Dank der zwei Tore des 32-Jährigen zum 2:1 in Freiburg blieben die Schwaben auch im siebten Spiel unter Tayfun Korkut ungeschlagen. Inzwischen darf der ehemalige Abstiegskandidat sogar schon von der Europa League träumen. Belfodil besorgte derweil beinahe im Alleingang den 3:1-Sieg des SV Werder Bremen in Augsburg. Die Zahlen zur Nominierung: 36 Zweikämpfe, sieben Torschüsse, zwei Tore, vier Torschussassists und eine Torvorlage.