Amiri schießt Hoffenheim zum Sieg

Mit einem verdienten 1:0 (0:0)-Sieg gegen Rot-Weiß Erfurt erreicht die TSG Hoffenheim die zweite Runde des DFB-Pokals. Die Hoffenheimer bissen sich an der geordneten Defensive des Drittligisten über weite Strecken die Zähne aus.

Das Spiel bot von Beginn an das erwartete Bild. Erfurt zog sich in die eigene Hälfte zurück und attackierte die TSG erst ab der Mittellinie. Eine Fünferkette sollte für Stabilität in der Defensive der Gastgeber sorgen. Für die erste Torannäherung der Hoffenheimer sorgte Nadiem Amiri, dessen wuchtiger Fernschuss aus halblinker Position von Philipp Klewin nicht festgehalten werden konnte (15.). Nach einem kurz ausgeführten Freistoß kam wenig später Jeremy Toljan zum Abschluss. Mit seinem schwächeren linken Fuß verfehlte der U21-Europameister jedoch das Tor (20.).

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Torchancen waren in der ersten Hälfte Mangelware. Trotz drückender Überlegenheit schaffte es Hoffenheim nicht, klare Gelegenheiten herauszuspielen. Vor allem die langen Bälle aus der Verteidigung fanden nur selten einen Abnehmer. In der 31. Minute trat RWE erstmals offensiv in Erscheinung. Nach einem abgeblockten Freistoß von Kerem Demirbay hatte der Drittligist die Chance zu kontern, Merveille Biankadi machte die Angriffsbemühungen jedoch mit einem schlampigen Pass zunichte. Kurz vor der Pause zappelte der Ball im Erfurter Netz (42.). Zuvor hatte es aber einen deutlichen Pfiff des Schiedsrichters gegeben. Amiri war aus knapper Abseitsposition in die Spitze gestartet und hatte auf Sandro Wagner quergelegt. Eine knappe Entscheidung von Daniel Siebert.

Amiri sorgt für die Entscheidung

Der zweite Durchgang ähnelte zunächst den ersten 45 Minuten. Die Erfurter blieben ihrer defensiven Grundausrichtung treu, den Sinsheimern hingegen fehlte die entscheidende Durchschlagskraft. Einen Weitschuss von Eugen Polanski musste Klewin nach vorne abprallen lassen, wo Wagner aus klarer Abseitsposition zum Nachschuss kam (51.). Mit der ersten gelungenen Kombination gelang den Gästen schließlich der Führungstreffer. Wagner fand im zweiten Versuch Demirbay, der Amiri im Strafraum schickte. Der 20-Jährige beförderte den Ball mit der Pike unhaltbar in die kurze Ecke (56.).

Der Führungstreffer eröffnete für die TSG neue Räume, die das Team von Julian Nagelsmann aber meist ungenutzt ließ. In der Schlussphase nahm die Partie an Fahrt auf, da auch die Erfurter ihre Offensivbemühungen verstärkten. In der 87. Minute kam es zu einer Doppelchance der Hoffenheimer: Erst setzte Toljan einen Kopfball aus vielversprechender Position deutlich neben das Tor, Sekunden später kam Uth frei vor dem Tor zum Abschluss. Der eingewechselte Stürmer schoss aber in die Arme von Klewin. Die größte Chance der Erfurter hatte Biankadi kurz vor dem Abpfiff. Der Flügelspieler setzte sich im Strafraum durch und zwang Kobel zu einer starken Parade. Klewin schaltete sich auf der Gegenseite in der Nachspielzeit mit in den Erfurter Angriff ein. Der eingewechselte Serge Gnabry versuchte aus der Distanz das leere Tor zu treffen, verzog aber (93.). Das Spiel endete mit einem verdienten, aber mühevollen 1:0-Sieg der Hoffenheimer.

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