Arsenal: Angriff ist die beste Verteidigung

Der FC Arsenal steht nach 26 Spieltagen mit 45 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz der englischen Premier League. Angesichts der Kadersituation schielen die „Gunners“ allerdings um einiges weiter nach oben.

Der Titel in England ist bereits so gut wie vergeben. Manchester City steht mit 13 Punkten Vorsprung an der Spitze der Tabelle und wird sich die Meisterschaft wohl kaum noch nehmen lassen. Für Arsenal bleibt somit die Champions League, die aktuell fünf Punkte entfernt ist, als Ziel. Stadtrivale Chelsea nimmt mit 50 Zählern gegenwärtig den vierten Tabellenplatz ein, ist somit in Schlagdistanz und bei zwölf noch ausstehenden Partien durchaus einzuholen. Dieses Ziel erreichen will Arsenal mit seiner außergewöhnlich hohen Offensivkraft, die im Winter Nachschub erhielt.

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Das Mastermind: Die wohl wichtigste Komponente im Angriff der Londoner ist Nationalspieler Mesut Özil. Der „Zehner“ gestaltet das Spiel und dirigiert seine Kollegen. Sieben Treffer bereitete der 29-Jährige in der laufenden Saison vor, zudem erzielte er vier Tore selbst. Özil spielt eine Vielzahl an Schlüsselpässen und ist immer in der Lage, den Gegner zu überraschen. Nicht umsonst unterschrieb er vor rund einer Woche einen neuen Vertrag, der ihn zum bestbezahlten Arsenal-Spieler aller Zeiten gemacht hat. Rund 400.000 Euro pro Woche soll der deutsche Nationalspieler von nun an verdienen.

„Gunners“ auf vielen Positionen außergewöhnlich besetzt

Die Flügelzange: Auf den Außenbahnen tat sich im Winter einiges bei Arsenal. Alexis Sánchez (Manchester United) verließ den Verein, im Gegenzug stieß Henrikh Mkhitaryan von den „Red Devils“ zur Mannschaft. Bereits in seinem ersten Heimspiel stellte der Armenier seine Klasse unter Beweis und bereite beim 5:1-Sieg gegen Everton drei Tore vor. Auf der rechten Seite kann Arsenal auf Alex Iwobi zurückgreifen. Der Nigerianer ist ein anderer Spielertyp als Mkhitaryan und kommt eher über seine Geschwindigkeit als über seine Passfertigkeit. Zusammen ergänzen sich die beiden Außenspieler.

Die Knipser: Auch im Sturm hat Arsenal in der laufenden Saison fürstlich hingelegt. Erst kam Alexandre Lacazette im Sommer für 53 Millionen Euro von Olympique Lyon, dann verpflichteten die Londoner im Winter Pierre-Emerick Auabemyang für 63,75 Millionen Euro. Das Sturmduo thront an der Spitze der teuersten Einkäufe der Vereinsgeschichte. Der Ex-Dortmunder feierte einen Einstand nach Maß. Gegen Everton erzielte er in seinem ersten Spiel gleich seinen ersten Treffer. Beide Stürmer weisen ein sehr hohes Tempo auf und sind stark im Abschluss.

Hinzu kommen mehrere gefährliche Spieler im defensiven zentralen Mittelfeld, wie beispielsweise Aaron Ramsey, der gegen Everton dreifach traf. Insgesamt stellt Arsenal eine der theoretisch wohl besten Offensiven der Welt. Coach Arsène Wenger muss es nun gelingen, die vielen Einzelspieler noch besser zusammenzufügen, um das Maximum rauszuholen. Gegen Everton allerdings deutete der neuformierte Angriff der „Gunners“ bereits an, wozu er imstande ist.