Aufsichtsrat wollte Bruchhagen und Todt schassen

Der Hamburger SV kommt einfach nicht zur Ruhe: Drei Tage vor dem wichtigen Nordderby gegen Hannover wurde bekannt, dass He­ri­bert Bruch­ha­gen und Jens Todt im Aufsichtsrat umstritten sind.

In mindestens zwei E-Mails an die Aufsichtsratskollegen soll Felix Go­ed­hart versucht haben, im Gremium eine Debatte um den Vorstandsvorsitzenden Bruchhagen und Sportdirektor Todt zu starten. Das berichteten am Donnerstagabend diverse Medien, darunter die Bild. Hätte Goedhart mit diesem Ansinnen Erfolg gehabt, wäre nach der Trennung von Markus Gisdol die gesamte Führungsebene des HSV abgesägt worden. Statt des Duos habe der 53-Jährige den umstrittenen Felix Magath an der Vereinsspitze installieren wollen. Eine Mehrheit im Aufsichtsrat aber hat Goedhart mit seinem Putschversuch offenbar nicht gefunden. Die Hamburger wollten zunächst keine Stellung zur Sache nehmen.

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Für den HSV kommt die Veröffentlichung der Vorkommnisse zur Unzeit. Sportlich schließlich stehen die Norddeutschen vor richtungweisenden Wochen. Verlieren die Hamburger das Nordderby gegen Hannover 96 am Sonntag, könnten die Nicht-Abstiegsplätze in immer weitere Ferne rücken. Nach der Trennung von Gisdol und der Verpflichtung von Bernd Hollerbach war der Verein in den vergangenen Tagen gerade erst zur Ruhe gekommen – diese ist nach dem Bekanntwerden des Go­ed­hart-Putschversuchs nun schon wieder dahin.