Bakalorz appelliert an die Fans

Hannover 96 droht nach der fünften Niederlage in Serie ein ungemütlicher Saison-Endspurt. Mittelfeldabräumer Marvin Bakalorz gibt sich kämpferisch und übt indirekte Kritik an den Fans.

Nach einem enttäuschenden ersten Durchgang stemmte sich 96 mit ganzer Kraft gegen die drohende Niederlage gegen Leipzig. Der eingewechselte Niclas Füllkrug traf sogar zum 3:3-Ausgleich, sein Tor wurde nach Absprache mit dem Video-Assistenten aber wieder aberkannt. „Ich finde, dass wir das Spiel in der ersten Halbzeit verloren haben. Wir haben ängstlich agiert, wofür es eigentlich keinen Grund gab“, ärgerte sich Bakalorz. Das fehlende Selbstvertrauen ist für den Sechser ein zentraler Faktor, weshalb es bei den „Roten“ aktuell nicht läuft: „Uns muss bewusst werden, wie stark wir eigentlich sind. Das hat man in der zweiten Halbzeit gesehen, wie gut wir eigentlich sind, dass wir keinen Grund haben, ängstlich zu sein.“

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Bakalorz nahm allerdings nicht nur das Team in die Pflicht. Dem Selbstbewusstsein nicht zuträglich war in seinen Augen die Reaktion von den Rängen. „Mich persönlich würde es freuen, wenn die Fans gerade in den Phasen des Spiels, wo es nicht so gut läuft, voll hinter uns stehen. Ich glaube, es bringt keinen Spieler weiter, wenn er nach einem Fehler einen Pfiff hört“, richtete er einen klaren Appell an die Anhängerschaft und meinte mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen Werder Bremen: „Ich würde mich freuen, wenn wir gegen Bremen gemeinsam versuchen, einen Dreier einzufahren. Wir müssen das Ding alle zusammen packen.“