Baumann fordert noch mindestens 17 Punkte

Der SV Werder Bremen kämpfte sich durch die guten Ergebnisse der letzten Wochen auf einen Nichtabstiegsplatz. Geschäftsführer Frank Baumann beobachtet diese Entwicklung mit Zufriedenheit, mahnt aber weiterhin zu harter Arbeit. Der Weg zum Klassenerhalt sei noch ein weiter.

Nach dem 3:1-Erfolg über den VfL Wolfsburg am Sonntag stehen die Bremer erstmals seit dem ersten Spieltag wieder über dem Strich. Zuletzt konnten die Norddeutschen zweimal in Folge gewinnen. In der Rückrunde holte Werder solide acht Punkte aus fünf Spielen. „Wenn wir den Weg mit diesen Leistungen, diesem Engagement und diesem Zusammenhalt weitergehen, werden wir genügend Punkte sammeln, um die Klasse zu halten“, meinte Baumann laut Kicker, warnte aber gleichzeitig vor einem Nachlassen der Spieler: „Es ist immer wieder ein Kampf. Jedes Spiel in der Liga ist hart umkämpft, deshalb dürfen wir da keinen Zentimeter nachlassen.“

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Die aktuellen 23 Zähler seien noch nicht annähernd genug, um dem Endspurt der Saison beruhigt entgegen zu blicken. Baumann peilt aus Erfahrung die 40-Punkte-Marke an. „Wir brauchen noch mindestens 17 Punkte. Da ist nicht so wichtig, was die anderen machen. Auf die anderen Mannschaften schaue ich nicht wirklich“, erklärte der Ex-Profi. In Bremen herrscht derzeit, anders als beim Großteil der Abstiegskandidaten, eine positive Stimmung. Aber auch dafür fand Baumann warnende Worte: „Man weiß, dass sich Stimmungen relativ schnell drehen können. Deshalb müssen wir wachsam sein und dürfen nicht nachlassen. Wir müssen weiter hart dafür arbeiten, dass es so bleibt.“

Eilers nach Kreuzbandriss heiß auf sein Comeback

Beim erklärten Ziel Klassenerhalt mithelfen könnte möglicherweise Justin Eilers. Der Stürmer kehrte in den vergangenen Tagen nach seinem im Mai letzten Jahres erlittenen Kreuzbandriss zumindest teilweise ins Teamtraining der Bremer zurück. Allerdings soll der 29-Jährige, sobald er wieder einsatzbereit ist, zunächst in der U23 auflaufen. „Mit dem Trainer ist abgesprochen, dass ich mich nach so langer Verletzungspause wieder beweisen muss“, erzählte Eilers in einem Interview auf der Vereinshomepage. Wann es soweit sein wird, steht derweil noch nicht fest. Der Ex-Dresdner kann es jedenfalls kaum erwarten, sich wieder für die Bundesliga-Mannschaft zu empfehlen: „Ich werde jede Einheit nutzen, um Energie zu sammeln. Letztlich kann man aber so viel trainieren wie man will, die Spritzigkeit kommt erst durch Spiele.“