Baumann will mit Kohfeldt eine Ära prägen

Der SV Werder Bremen hat das Gröbste in der laufenden Saison wohl überstanden und darf den Abstieg so langsam endgültig abhaken. Geschäftsführer Frank Baumann sprach in einem Interview nun unter anderem über Trainer Florian Kohfeldt und den zukünftigen Weg der Norddeutschen.

„Attraktiv, anfassbar und erfolgsorientiert – dafür steht Werder für mich. Wir wollen diese Philosophie wieder in den Mittelpunkt rücken“, erklärte Baumann gegenüber Amazon Music. Trainer Kohfeldt lebe diese Handschrift „selbst in schwierigen Zeiten“, attestierte der Verantwortliche. Werder wolle zusätzlich einen Technischen Direktor installieren, „der für eine kontinuierliche Spielphilosophie im Gesamtverein und eine Top-Ausbildungsqualität steht“. Persönlich sprach sich Baumann für Ex-Werder-Trainer Thomas Schaaf in dieser Funktion aus.

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Ob es so kommt, werde sich in den nächsten Tagen entscheiden. So oder so sei es das Ziel der Norddeutschen, „eines der besten Nachwuchsleistungszentren in Deutschland zu werden“. „Unser Weg wird nicht sein, Top-Stars verpflichten zu können, sondern hungrige Spieler auszubilden, mit denen sich unsere Fans auch identifizieren können“, versprach der 42-Jährige.

Einstelliger Tabellenplatz als Ziel

Ein wichtiger Baustein für Werders Zukunft wird Kohfeldt sein. Der Coach führte die Norddeutschen aus dem Abstiegskampf heraus ins aktuell gesicherte Mittelfeld. Acht Punkte beträgt Bremens Vorsprung auf Relegationsplatz 16. „Bei uns allen im Verein ist der Wunsch da, mit Florian Kohfeldt wieder mal eine Ära bei Werder zu prägen“, sagte Baumann.

Das aber gelinge nur, „wenn wir mittel- und langfristig Kontinuität vorleben. Wir wissen aber auch, dass es im Fußball immer sehr schnell gehen kann – in die positive wie in die negative Richtung. Das Beispiel 1. FC Köln hat dies zuletzt warnend gezeigt.“ Werder selbst setze sich zum Ziel, in den nächsten Jahren wieder einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen.