Bayer gegen Berlin auf Wiedergutmachung aus

Unter der Woche ist Bayer 04 Leverkusen durch einen 4:2 (2:2)-Erfolg nach Verlängerung ins DFB-Pokal-Halbfinale eingezogen. Viel Zeit zum Feiern bleibt den Rheinländern allerdings nicht. Bereits am Samstag (15.30 Uhr) steht das Duell mit Hertha BSC an.

35 Punkte, Tabellenplatz zwei und im Pokal nur noch einen Sieg vom Finale entfernt. Kurzum: Bei Bayer läuft es rund. Doch nicht alles was glänzt, ist Gold. Im oberen Drittel der Tabelle geht es mit Ausnahme von Spitzenreiter Bayern München sehr eng zu. Nur zwei Punkte trennen die „Werkself“ vom Sechstplatzierten Eintracht Frankfurt. Jedes Spiel, jeder Punkt kann und wird am Ende wichtig werden. Gegen Berlin sollen es möglichst drei werden, wie Trainer Heiko Herrlich am Freitag erklärte: „Das Hinspiel haben wir verloren, wir haben also etwas gutzumachen.“ Gelingen soll das Vorhaben mit der großen Offensivkraft, die Bayer zuletzt auszeichnete. Der Einsatz von Senkrechtstarter Leon Bailey ist fraglich.

- Anzeige -

Für die Hertha verläuft die Rückrunde bisher nicht nach Plan. Aus den bisherigen vier Partien im neuen Jahr holten die Hauptstädter lediglich drei Punkte. In Leverkusen steht die Elf von Trainer Pál Dárdai folglich unter Druck. Aktuell hapert es in Berlin besonders im Angriff. Lediglich zwei Treffer konnte die „Alte Dame“ in der Rückrunde erzielen. Umso wichtiger werden Standardsituationen sein, die Berlin in der aktuellen Saison oft in Tore ummünzen konnte. Nicht umsonst warnte Bayer-Coach Herrlich im Vorfeld der Partie vor der Stärke des BSC bei ruhenden Bällen. Für Samstag versprach Dárdai einen mutigen Auftritt: „Wir werden uns nicht hinten reinstellen.“ Rune Jarstein kehrt derweil nach auskuriertem Muskelfaserriss ins Tor zurück.

Bayer 04 Leverkusen: Leno – Henrichs, Tah, Bender, Wendell – Kohr, Aránguiz – Havertz, Volland, Brandt – Alario

Hertha BSC: Jarstein – Pekarík, Stark, Torunarigha, Plattenhardt – Maier, Skjelbred – Esswein, Lazaro, Kalou – Selke

Die Favoritenrolle im Duell am Samstag wird Leverkusen zuteil. Die „Werkself“ ist aktuell in sehr guter Verfassung und reiht einen Erfolg an den anderen. Hertha wird offensiv aktiv werden müssen und seine Chancen eiskalt nutzen müssen.