Bayer heiß auf Lieblingsgegner Augsburg

Die gute Form ist bei Bayer 04 Leverkusen dahin, die Champions League in Gefahr: Nach dem jüngsten Auf und Ab müsste der FC Augsburg der „Werkself“ gerade recht kommen. Die Fuggerstädter dagegen setzen auf den Faktor Aggressivität, um ihrerseits ihre kleine Krise zu beenden.

Anders vorgestellt hatten sie sich in Leverkusen die jüngste Partie: Gegen Schlusslicht Köln setzte es eine überraschende 0:2-Pleite, aufgrund derer Bayer wieder aus den Champions League-Rängen gestürzt ist. Damit setzte sich die Berg- und Talfahrt der vergangenen Wochen fort. Die über weite Strecken der Saison gesehene Form nämlich hat der Tabellenfünfte zuletzt eingebüßt. Drei Siege und drei Niederlagen aus den jüngsten sechs Spielen belegen das wankelmütige Leverkusener Auftreten. Dabei setzt die „Werkself“ nun auf das Gesetz der Serie: Augsburg nämlich ist der unbestrittene Lieblingsgegner von Bayer. 13 Duelle gab es bislang zwischen den beiden Klubs in der Bundesliga, achtmal behielt dabei Bayer die Oberhand, fünfmal gab es ein Remis. Die Hoffnungen ruhen am Samstag insbesondere auf Kevin Volland: Der Angreifer ist zwar seit dem 18. Spieltag ohne Tor, muss allerdings in Abwesenheit des gesperrten Lucas Alario die Hauptlast im Angriff tragen.

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Formkrise, das kennen sie auch in Augsburg nur allzu gut. Nach sensationeller Hinrunde mit 24 Punkten nämlich ist der FCA jüngst etwas ins Straucheln geraten. Nur einen Sieg gab es in den jüngsten sechs Partien: ein 3:1 in Hannover vor drei Wochen. Zuletzt wurde Augsburg regelrecht an die Wand gespielt und verlor hochverdient 1:3 gegen Bremen. „Ein bisschen der Fluch der guten Tat“ sei das aktuelle Krisengerede, urteilte Manuel Baum. Mit den jüngsten Misserfolgen schließlich können sie eigentlich ganz gut leben in Augsburg: Als Abstiegskandidat Nummer eins angetreten, beträgt der Vorsprung auf den Relegationsrang noch immer zehn Punkte. Baum aber ist bemüht, die Spannung hochzuhalten: „Wir haben auch andere Ziele und definieren uns nicht nur nach der Tabelle“, sagte der FCA-Coach. Für das Spiel gegen Bayer haben sich die Fuggerstädter Zweikampfstärke auf die Fahnen geschrieben. „Wir müssen mit Schaum vor dem Mund hinfahren und aggressiv spielen. Das ist ein wichtiger Schlüssel“, erklärte Baum, der voraussichtlich wieder auf Abwehrchef Jeffrey Gouweleeuw zurückgreifen kann.

Bayer 04 Leverkusen: Leno – L. Bender, Tah, S. Bender, Wendell – Baumgartlinger, Aránguiz – Brandt, Havertz, Bailey – Volland

FC Augsburg: Hitz – Gouweleeuw, Khedira, Hinteregger – Schmid, Max – Baier – Heller, Koo, Caiuby – Gregoritsch

Klar verteilt ist die Rolle des Favoriten am Samstag: Bayer schließlich verfügt über große spielerische Qualität und wird gewillt sein, sich einen Platz unter den Top-Vier zurückerobern. Die herausragende Bilanz gegen den FCA dürfte der Mannschaft zudem weiteres Selbstbewusstsein geben. Andererseits hat Augsburg in dieser Saison schon mehrfach gezeigt, insbesondere für Favoriten zum Stolperstein werden zu können. So gelangen jüngst etwa Punktgewinne gegen Dortmund (1:1) und Frankfurt (3:0).