Bayer zu Hause gegen Augsburg nur remis

Bayer 04 Leverkusen ist gegen den FC Augsburg am Samstag nicht über ein 0:0-Unentschieden hinausgekommen. Beide Mannschaften hatten Möglichkeiten, zeigten sich vor dem Tor aber zu nachlässig.

Heiko Herrlich nahm im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln drei Änderungen vor. Panagiotis Retsos und Dominik Kohr spielten für Tin Jedvaj und Kai Havertz, die beide auf der Bank saßen. Zudem ersetzte Kevin Volland den rot-gesperrten Lucas Alario. Kapitän Lars Bender fiel mit Leistenproblemen aus. Auch Manuel Baum reagierte auf die 1:3-Niederlage gegen Werder Bremen und brachte zwei neue Spieler von Anfang an: Gojko Kačar flog aus dem Kader, für ihn spielte Jeffrey Gouweleeuw. Zudem begann Jan Morávek für Marco Richter (Bank).

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Bayer hatte zu Spielbeginn mehr Ballbesitz, Augsburg aber machte die Räume eng und den Gastgebern das Leben damit schwer. Die erste Torchance ließ auf sich warten. Retsos fasste sich nach einigen Minuten ein Herz und probierte es aus der Distanz. Dabei verzog der Grieche aber recht deutlich (11.). Zur ersten Großchance kam Charles Aránguiz, der das Leder nach einem misslungenen Klärungsversuch von Martin Hinteregger nur knapp links am Tor vorbei setzte (15.). Mit seinem Versuch hätte der Chilene die Heimelf durchaus in Führung bringen können. Von den Gästen kam bis zu diesem Zeitpunkt offensiv noch nichts.

Nach gut 25 Minuten begannen die Fuggerstädter dann, etwas mehr zu pressen. Bayer fand keine Lösungen, den Gegner auszuhebeln. Julian Brandt probierte es nach einer halben Stunde aus rund 20 Metern, verzog aber deutlich (30.). Leverkusen versuchte nun, den Druck weiter zu erhöhen. Der FCA musste noch vor der Pause wechseln. Sergio Córdova kam für Daniel Baier, der von einem Ellbogentreffer aus der Anfangsphase sichtlich gezeichnet war (39.). Mehr passierte in Abschnitt eins nicht, es ging mit dem torlosen Remis in die Kabinen.

Brandt jubelt, wird aber zurückgepfiffen

Für den ersten Torschuss in Abschnitt zwei sorgte der FCA in Person des Österreichers Michael Gregoritsch. Wirklich gefährlich wurde es jedoch nicht (46.). Kurze Zeit später hatte Caiuby eine Möglichkeit, diese wurde aber zur Ecke geblockt (49.). Hinteregger hatte im Anschluss eine Schusschance, zog allerdings drüber (49.). Augsburg kam mit viel Schwung aus der Kabine. Die „Werkself“ brauchte etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen. Leon Bailey probierte es dann von der Strafraumgrenze aus, Rani Khedira blockte den Schuss des Jamaikaners (55.).

Gefährlich wurde es, als Volland von kurz hinter der Mittellinie aus alleine aufs Tor zulaufen konnte. Hinteregger allerdings war schnell genug, um den Leverkusener Angreifer noch einzuholen (58.). Das Spiel wurde nun offener und beide Mannschaften machten mehr nach vorne. Belohnen konnte sich scheinbar die Heimelf, die durch einen Treffer von Brandt vermeintlich in Front ging. Referee Frank Willenborg nahm den Treffer auf Anraten des Video-Schiedsrichters aufgrund einer Abseitsstellung von Bailey aber zurück (65.). Die Schlussphase war völlig offen, das Spiel schien in beide Richtungen kippen zu können. Dies tat es aber nicht, es blieb beim 0:0.