Bayern lassen sich nicht beirren und stehen im Halbfinale

Der FC Bayern München ist ohne große Mühe ins Champions League-Halbfinale eingezogen. Gegen den FC Sevilla reichte dem Rekordmeister nach dem Hinspiel-Erfolg ein 0:0 im Rückspiel.

Im Vergleich zum 4:1-Erfolg in Augsburg am Wochenende, der die 28. Meisterschaft der Vereinsgeschichte besiegelte, veränderte Bayern-Trainer Jupp Heynckes seine Startelf auf fünf Positionen: Mats Hummels, Javi Martínez, Thomas Müller, Franck Ribéry und Robert Lewandowski begannen anstelle von Niklas Süle, Sebastian Rudy, Corentin Tolisso, Juan Bernat und Sandro Wagner. Sevilla-Coach Vincenzo Montella brachte mit Blick auf das Hinspiel zwei neue Kräfte: Gabriel Mercado und Éver Banega rückten für den verletzten Simon Kjær und Guido Pizarro in die Startelf.

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Die Anfangsphase in der Allianz Arena gestaltete sich ausgeglichen. Während die Bayern vor allem um Spielkontrolle bemüht waren und unnötiges Risiko aufgrund des Hinspiel-Ergebnisses (2:1) vermeiden wollten, versuchten die Gäste für Gefahr nach vorne zu sorgen. Erst in den letzten Minuten vor der Pause wurde auch der Rekordmeister aktiver. Die erste gute Chance bot sich Ribéry, der Franzose scheiterte mit seinem Versuch aus zentraler Position aus rund 14 Metern aber an David Soria (38.). Kurz darauf klärte Jesús Navas eine Flanke von Müller vor dem einschussbereiten Ribéry am zweiten Pfosten (41.). Auf der Gegenseite blockte Rafinha einen Versuch von Pablo Sarabia in letzter Sekunde (45.).

Correa brennen die Sicherungen durch

Ohne personelle Wechsel starteten beide Mannschaften in die zweite Halbzeit. Die erste gute Chance gehörte Lewandowski, der das Leder aus spitzem Winkel per Kopf ans Außennetz setzte (49.). Sevilla hingegen scheiterte in Person von Joaquín Correa per Kopf am Aluminium (59.). Das Hauptziel der harten Gangart der Andalusier blieb Lewandowski, der immer wieder von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt behandelt werden musste. Eine ernsthafte Verletzung zog er sich aber nicht zu.

Wirklich in Gefahr geriet das Weiterkommen des FC Bayern nicht mehr. Stattdessen brannten Correa in der Nachspielzeit alle Sicherungen durch. Der Argentinier grätsche Martínez abseits des Geschehens völlig unnötig um. Schiedsrichter William Collum zückte zurecht die Rote Karte (90.+3). Die Hausherren hingegen zogen zum sechsten Mal seit 2012 ins Halbfinale der Champions League ein. Die Paarungen werden am Freitagmittag wie gewohnt in Nyon ausgelost.