Bayern machen Titel in Augsburg klar

Der FC Bayern München ist zum 28. Mal in der Vereinsgeschichte deutscher Meister. Beim FC Augsburg gewannen die Münchner am Samstag mit 4:1 (2:1) und sind damit nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen.

Im Vergleich zum torlosen Remis bei Bayer Leverkusen am vergangenen Spieltag veränderte FCA-Trainer Manuel Baum seine Startelf lediglich auf einer Position: Sergio Córdova spielte anstelle von Jan Morávek. Für Alfreð Finnbogason hat die Zeit nicht gereicht. Bayern-Trainer Jupp Heynckes wechselte nach dem 2:1-Auswärtssieg beim FC Sevilla in der Champions League unter der Woche munter durch und gab sieben neuen Spielern eine Chance, sich zu beweisen. Für Arturo Vidal (Knieprobleme), Mats Hummels, Javi Martínez, Thiago, Thomas Müller, Geburtstagskind Franck Ribéry und Robert Lewandowski begannen Niklas Süle, Rafinha, Corentin Tolisso, James, Arjen Robben, Sebastian Rudy und Sandro Wagner.

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Die Hausherren störten das Aufbauspiel des Rekordmeisters durch frühes Anlaufen. Eine erste Chance für den FCA bot sich nach einem Ballverlust von Rudy in der eigenen Hälfte, als Michael Gregoritsch auf links Caiuby in Szene setzte, der aus 14 Metern knapp einen Meter neben den Pfosten zielte (5.). Die Fuggerstädter beschäftigten die Münchner mit ihrem hohen Pressing und zwangen den FC Bayern so zu Fehlern. Nach knapp 20 Minuten resultierte daraus die verdiente Führung der Hausherren: Jérôme Boateng verlor am eigenen Strafraum gegen Córdova den Ball, der aus 16 Metern an Sven Ulreich scheiterte. Die Fußparade des Bayern-Keepers landete jedoch im Gesicht von Süle und daraufhin im eigenen Tor (18.).

Bayern erhöhen vor der Pause die Schlagzahl

Nach knapp einer halben Stunde fand der FC Bayern immer besser ins Spiel, vor allem über die rechte Seite strahlte der Rekordmeister Gefahr aus. Ihre erste Chance nutzten die Gäste direkt zum Ausgleich: Tolisso leitete seinen Treffer selbst ein und bediente an der rechten Strafraumkante den völlig freien Joshua Kimmich. Der Außenverteidiger brauchte zwei Versuche, um den Ball in die Mitte zu flanken, fand dann aber den Franzosen wieder, der clever eingelaufen war (32.). Ein hervorragend vorgetragener Angriff der Münchner bedeutete kurz darauf die Führung: Robben bediente auf rechts Kimmich, der Philipp Max tunnelte und den Ball flach in die Mitte spielte. Am zweiten Pfosten legte Juan Bernat mit der Hacke zu James, der cool blieb und aus knapp zehn Metern ins kurze Eck einschoss (38.). Wenig später ging es in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit lief ähnlich wie die meisten Bayern-Spiele an. Augsburg stand nun deutlich tiefer und attackierte nicht mehr so früh, während die Bayern auf das vorentscheidende 3:1 drückten. Der agile Robben nahm sich dieser Aufgabe nach knapp einer Stunde an und erzielte nach Vorlage von James sein siebtes Saisontor (62.). In den Schlussminuten brachte Heynckes noch Geburtstagskind Ribéry, den vierten Treffer des Tages erzielte aber Ex-Hoffenheimer Wagner (87.).