Boateng: Zeit auf Schalke als Tiefpunkt

Kevin-Prince Boateng blickt vor dem Halbfinale im DFB-Pokal mit Eintracht Frankfurt auf seine Zeit beim kommenden Gegner zurück. Seine zwei Jahre auf Schalke sieht der 31-Jährige als Tiefpunkt seiner Karriere an.

„Dort habe ich am meisten nachgedacht, es war wie ein Faustschlag ins Gesicht. Es ist die Realität, dass wenn alles gut läuft, alles super ist. Und wenn nicht, wird man fallen gelassen. Das war für mich so der Zeitpunkt“, sagte Boateng bei Sport1. „Ich kann heute stolz sein, dass ich da wieder rausgekommen bin und diese ganze Kraft, Traurigkeit, Energie und Aggressivität in etwas Positives umwandeln konnte. Es hat mir die Augen geöffnet über dieses Fußballgeschäft, wie schnell es gehen kann.“

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Boateng war im Sommer 2013 vom AC Mailand nach Schalke gewechselt und absolvierte 60 Partien für den aktuellen Tabellenzweiten der Bundesliga. Im Mai 2015 wurde er vom Verein beurlaubt. Horst Heldt begründete die Maßnahme damals mit „fehlender Körpersprache, die wir in den letzten 14 Tagen nicht gebrauchen können“. Boateng sagte rückblickend zu seinem Aus auf Schalke: „Manchmal ist es vielleicht besser, sich zu trennen, weil man danach neue Wege gehen und sich weiterentwickeln kann.“ Nach der Freistellung wechselte der Deutsch-Ghanaer zurück zum AC Mailand. Im Sommer 2017 verpflichtete Eintracht Frankfurt Boateng ablösefrei vom spanischen Erstligisten UD Las Palmas.

(sid)