Brandt wird in Leverkusen zum Leader

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Bayer 04 Leverkusen zählt in der kommenden Bundesliga-Saison zu den Favoriten auf die Champions League-Plätze. Julian Brandt wird im Spiel der Rheinländer eine wichtige Rolle einnehmen. Der 22-Jährige wird zu den Führungsspielern gehören.

Nun ist er also wieder da und um eine große Erfahrung reifer. Auch wenn die Weltmeisterschaft in Russland für die deutsche Nationalmannschaft und Brandt überraschend früh zu Ende ging, so dürfte die Reise den 22-Jährigen ein Stück abgeklärter gemacht haben. Der Linksaußen ist nun kein Talent mehr, er ist endgültig in der Spitzenklasse des deutschen Fußballs angekommen. Wie wichtig er auch für die Nationalelf schon sein kann, stellte Brandt in Russland unter Beweis. Nach seinen Einwechslungen brachte der Angreifer frischen Wind ins lahmende DFB-Offensivspiel. Gleich zweimal trennten ihn nur wenige Zentimeter vom Torerfolg, als seine Abschlüsse gegen Mexiko (0:1) und Schweden (2:1) an den Pfosten prallten.

- Anzeige -

Zurück in Leverkusen muss Brandt seine Fähigkeiten nun auch im Verein unter Beweis stellen. In der vergangenen Saison gelangen dem Linksaußen in 34 Einsätzen (26 von Beginn an) neun Tore und fünf Assists. Eine starke Quote, die es für den 22-Jährigen möglichst zu wiederholen gilt. Bayer geht ambitioniert in die kommende Spielzeit. Brandts Offensivpartner Leon Bailey erklärte jüngst, er wolle mit der „Werkself“ um den Titel mitspielen. Eine selbstbewusste Ansage, die die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich allerdings umzusetzen im Stande scheint. Schon im zurückliegenden Jahr trumpfte Bayer mit attraktivem Angriffsfußball auf, ließ insgesamt aber zu viele Punkte teils unnötig liegen. Sei es durch überflüssige Platzverweise oder ausgelassene Chancen vom Elfmeterpunkt.

Linksaußen muss in Führungsrolle schlüpfen

Von Brandt wird erwartet, dass er auf dem Platz vorangeht. Zwar ist er selbst erst 22 Jahre alt, seine Kollegen um Bailey (20), Neuzugang Paulinho (18) und Kai Havertz (19) allerdings sind noch ein ganzes Stück jünger. Zudem kann Brandt im Vergleich zu Kevin Volland (26) oder Lucas Alario (25) die Erfahrungen aus Russland vorweisen. Wie sehr Leverkusen Brandt braucht, stellte Coach Herrlich schon damit unter Beweis, dass der Linksaußen in der vergangenen Saison in jedem Bundesliga-Spiel zum Einsatz kam. Im anstehenden Jahr wird es ähnlich sein, insofern Brandt fit bleibt. Leverkusen will nach zwei Jahren Abstinenz wieder in die Champions League. Dazu wird Brandt einen großen Teil beitragen müssen – und können.