Breitenreiter mit erfolgreicher Integration

Foto: Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images

Das Trainingslager von Hannover 96 am Wörthersee in Österreich ist seit Dienstag beendet. Trainer André Breitenreiter zeigte sich mit der Integration der Neuen und den Auftritten seiner Mannschaft zufrieden. Derweil rückten zwei unerwartete Namen in den Fokus des Übungsleiters.

Der vorletzte Tag des Trainingslagers stand unter dem Motto „spielend lernen“: Mannschaftsinterne Wettkämpfe beim Querlattentreffen, Fußball-Tennis oder dem Schießen auf eine überdimensionale Dartscheibe sollten die Interaktion zwischen den Spielern fördern. „Ein Trainingslager steht auch immer unter dem Aspekt, sich kennenzulernen und neue Spieler zu integrieren“, erklärte Breitenreiter laut Kicker. Das Programm ging über die klassischen Trainingsinhalte hinaus: „Das haben wir unterstützt durch das Teamevent Floßbau, mit viel Kommunikation, gegenseitigem Helfen beim Bauen und einem anschließenden Barbecue.“

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Doch auch fußballerisch war der 44-Jährige zufrieden mit den Leistungen seiner Profis. „Wir haben die nächsten Schritte in der Belastungssteuerung getan, Einsatzzeiten sukzessive von 45 Minuten über 60 auf 90 Minuten erhöht. Da haben wir gezeigt, dass wir trotz müder Beine über 90 Minuten marschieren können“, sagte Breitenreiter. Die Ergebnisse passen zu seinen Schilderungen: In zwei Spielen gegen verschiedene Mannschaften des italienischen Erstligisten Udinese Calcio gewannen die 96er mit 5:1 und 2:1. „Müde Beine waren der einzige Grund, weshalb wir am Ende der Spiele gegen Udinese Torchancen zugelassen haben“, meinte der Coach.

Weydandt und Dierßen als Gewinner

Breitenreiter erfreute sich an der spielerischen Verbesserung gegenüber dem vorhergegangenen Test beim Wolfsberger AC (2:3). Die Spieler hätten „im taktischen Bereich die nächsten Schritte gemacht“. Auch die gesteigerte Kompaktheit und die kreativere Spieleröffnung hatten ihm gefallen. Einen Spieler, der erst kurz zuvor aus der U23 befördert wurde, hob er besonders hervor: „Hendrik Weydandt hat es wirklich gut gemacht, hat in Form von Toren auf sich aufmerksam gemacht.“ Der 23-Jährige und der ebenfalls starke Tim Dierßen sind nun heiße Kandidaten für einen Kaderplatz im letzten Test gegen Athletic Bilbao (Samstag, 15.30 Uhr). „Sie gehören zu den Gewinnern des Trainingslagers“, sagte Breitenreiter.

Wo es Gewinner gibt, gibt es naturgemäß auch Verlierer. Babacar Gueye und Uffe Bech hatten die Reise an den Wörthersee gar nicht erst antreten dürfen. Die beiden Profis agierten derweil bei der Hannoveraner U23. „Sie haben es in der Regionalliga gut gemacht“, meinte Breitenreiter. Das Duo soll zeitnah wieder mit den Profis trainieren, eine Zukunft haben sie in der Bundesliga allerdings nicht: „Bei uns haben die Trainingsleistungen nicht ausgereicht. Bei uns gehen ihre Einsatzchancen gegen null.“