Breitenreiter vor Köln: „Mindestens Spiel auf Augenhöhe“

Aufsteiger Hannover 96 spielt bislang eine starke Saison. Die Niedersachsen haben acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang und grüßen von Platz neun. Vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr) mahnte Trainer André Breitenreiter dennoch, „Schritt für Schritt“ zu gehen.

Mit einem Erfolg in der Domstadt könnten die 96er den Anschluss an die Europa League-Plätze herstellen. Das erklärte Ziel bleibt aber weiterhin der Klassenerhalt. Und der ist noch lange nicht gesichert. „Wir haben momentan 31 Punkte und das wird am Ende nicht reichen. Wir freuen uns über Euphorie aus dem Umfeld. Wir wissen ganz genau, um was es geht: Wir wollen erstmal die ausreichende Anzahl an Punkten einholen“, erklärte Breitenreiter auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Mit derselben Demut wollen die Hannoveraner auch die Partie in Köln antreten. „Wir müssen uns auf eine Mannschaft einrichten, die zuhause mit einem fantastischen Publikum im Rücken – trotz der Tabellensituation – alles dafür tun wird, uns zu schlagen“, meinte der Übungsleiter.

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In der schwierigen Situation des Gegners sieht Breitenreiter keineswegs einen Vorteil für sein Team: „Für die Kölner geht es am Wochenende um sehr viel: Sie müssen gewinnen. Es ist mindestens ein Spiel auf Augenhöhe.“ Nach überstandener Verletzungsmisere sei der FC „qualitativ deutlich anders aufgestellt“ als noch in der Hinrunde, erklärte der 96-Trainer. Außerdem habe Köln in der Rückrunde bislang gute Leistungen gezeigt. Für Sportdirektor Horst Heldt wird es ein Wiedersehen mit der Vergangenheit. „Ich freue mich natürlich, in meine alte Heimat zu kommen“, sagte der 48-Jährige. Vom angeblichen Interesse des VfL Wolfsburg an ihm weiß der Ex-Profi nichts: „Dazu kann ich nichts sagen, weil mir dazu nichts bekannt ist. Es gibt keinen Kontakt zum VfL Wolfsburg.“

Schwegler wieder im Teamtraining, Anton fällt aus

Erfreuliches gab es in Sachen Personal zu berichten. Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler hat nach seinem Hexenschuss in der bisherigen Woche gute Fortschritte gemacht und konnte am Donnerstagnachmittag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Innenverteidiger Waldemar Anton hingegen wird in Köln definitiv fehlen. „Er hat heute morgen eine Kontrolluntersuchung gehabt und die Entzündungswerte sind leider immer noch erhöht, sodass die Gesundheit unseres Spielers absolut im Vordergrund steht und wir da auf keinen Fall ein Risiko eingehen“, stellte Breitenreiter klar. Die zuletzt verletzten Jonathas und Edgar Prib konnten wieder große Teile des Teamtrainings absolvieren. Eine Option für die kommende Partie sind sie allerdings noch nicht.

Weniger Erfreuliches kam dagegen vom DFB-Sportgericht: Hannover 96 muss wegen unsportlichen Verhaltens der Anhänger eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro zahlen. In der zweiten Halbzeit der Partie gegen den 1. FSV Mainz 05 (3:2) im Januar hatte eine kleine Personengruppe aus Reihen der 96-Fans die gegnerischen Einwechselspieler Leon Balogun und Anthony Ujah mit Affenlauten rassistisch verunglimpft. Der Verein hat das Urteil bereits akzeptiert, damit ist es rechtskräftig.