Bremen vs. Wolfsburg: Es geht um mehr als drei Punkte

Da der 1. FSV Mainz 05 am Samstagnachmittag mit 2:4 bei der TSG 1899 Hoffenheim unterlag, könnten sowohl der SV Werder Bremen als auch der VfL Wolfsburg im direkten Duell den Abstand zu den Abstiegsplätzen vergrößern.

Werder kam mit fünf Punkten aus vier Spielen sehr ordentlich aus der Winterpause. Nur beim FC Bayern München (2:4) mussten sich die Norddeutschen im neuen Jahr bisher geschlagen geben. Zuletzt konnte der SVW den FC Schalke 04 auswärts nach Rückstand noch mit 2:1 bezwingen. Unter der Woche erhielt die Bremer Euphorie bei der 2:4-Niederlage nach Verlängerung im DFB-Pokal bei Bayer 04 Leverkusen allerdings einen Dämpfer. Diese Pleite wollen die Grün-Weißen am Sonntag gegen die „Wölfe“ abschütteln. Mit einer Kombination aus Ballbesitz und guter defensiver Absicherung will Trainer Florian Kohfeldt zum Erfolg kommen. Das Selbstbewusstsein der Bremer unter dem 35-Jährigen ist groß. Werder spielt gefällig nach vorn und lässt sich auch von Rückschlägen nicht von dieser Marschroute abbringen. Passend dazu wird Philipp Bargfrede wieder einsatzbereit sein. Auch Stürmer Aron Jóhannsson ist fit. Auf Ishak Belfodil muss Kohfeldt allerdings verzichten. Der Algerier war am Donnerstag nach Paris gereist und sitzt wegen des anhaltenden Schneefalls nun dort fest.

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Auch der VfL Wolfsburg konnte in der Rückrunde bislang solide fünf Punkte sammeln. Dabei konnten die Niedersachsen allerdings selten fußballerisch überzeugen. Dementsprechend erklärte Trainer Martin Schmidt den kommenden Gegner auch zum Favoriten. „Daheim sind die Bremer durch ihr dominantes und initiatives Herangehen einen Tick in der Favoritenrolle“, meinte der Schweizer. Seine Mannschaft trat zuletzt aber gerade auswärts ordentlich auf. Zum Rückrundenauftakt in Dortmund beim BVB (0:0) entführten die Autostädter einen Punkt und im Niedersachsen-Derby bei Hannover 96 (1:0) gingen die „Wölfe“ gar als Gewinner vom Platz. Das große Manko des VfL ist derzeit die Offensive. In den letzten sieben Partien konnten die Wolfsburger nur vier Mal treffen. Auch im DFB-Pokal-Viertelfinale am Dienstagabend beim FC Schalke 04 (0:1) präsentierte sie sich erschreckend schwach im Spiel nach vorne. Neben den Langzeitverletzten fallen in Bremen auch noch Yannick Gerhardt und Marcel Tisserand aus.

SV Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Veljković, Moisander, Augustinsson – Bargfrede – Eggestein, Delaney – Gondorf, Junuzović – Kruse

VfL Wolfsburg: Casteels – Verhaegh, Bruma, Knoche, William – Guilavogui, Arnold – Steffen, Malli, Mehmedi – Origi

Der SV Werder Bremen könnte mit einem Heimsieg bis auf einen Punkt an den VfL Wolfsburg heranrücken. Die Gäste aus Niedersachsen könnten ihrerseits den Vorsprung vor den Mainzern auf dem Relegationsrang auf sieben Zähler ausbauen. Dazu bedarf es allerdings einer Leistungssteigerung der „Wölfe“ im Vergleich zu den letzten Auftritten.