Bundesliga-Debüt: Breitenreiter belohnt Maina

Immerhin einen Grund zur Freude gab es bei Hannovers vierter Niederlage in Serie am Sonntag bei Borussia Dortmund (0:1): Linton Maina feierte sein Bundesliga-Debüt – und erhielt Lob von Trainer André Breitenreiter.

In der 86. Minute brachte der 96-Coach Maina für Marvin Bakalorz und verhalf dem 18-jährigen Eigengewächs damit zu seinem ersten Pflichtspiel als Profi. „Der Junge hat es sich verdient. Er hat eine überragende Trainingswoche gehabt“, erklärte Breitenreiter und hob die Qualitäten des schnellen Flügelspielers hervor: „Es waren nur fünf Minuten, aber wir wissen, dass er mit seiner unbekümmerten Art völlig frei ist und in fünf Minuten eine entscheidende Situation haben kann.“

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Die hatte Maina bei seinem Kurzeinsatz gegen den BVB nicht mehr, den Platz verließ er bei seiner Premiere als Verlierer. Für Horst Heldt aber kein Grund, Trübsal zu blasen: „Wenn eine Karriere so beginnt, muss man das vom Ergebnis unabhängig sehen und sich freuen, dass er seinen Einsatz bekommen hat“, meinte der Sportdirektor stolz. Im Februar hatte Maina einen Vertrag bis 2022 bei den „Roten“ unterschrieben, zuvor hatte er in der Vorbereitung auf die Rückrunde im Testspiel gegen den SC Paderborn sein erstes Tor bei den Profis erzielt.

Kein Platz mehr für Karaman und Benschop?

Die Einwechslung des U19-Nationalspielers in Dortmund war auch ein klarer Fingerzeig in Richtung Kenan Karaman und Charlison Benschop, die beide keinen Platz im Aufgebot fanden. Das Offensiv-Duo scheint in den Planungen Breitenreiters keine große Rolle mehr zu spielen. Der nur noch bis Sommer vertraglich gebundene Benschop kommt in der Rückrunde bislang auf mickrige zehn Minuten Einsatzzeit.

Der offensiv flexibel einsetzbare Karaman, dessen Kontrakt ebenfalls nach der Saison ausläuft, stand in den vergangenen vier Spielen nur einmal im Kader. Am Sonntag wurde den beiden neben Nachwuchstalent Maina mit Dauer-Patient Noah Joel Sarenren Bazee ein weiteres Eigengewächs vorgezogen. Der 21-jährige Flügelspieler feierte gegen Dortmund nach dreimonatiger Verletzungspause sein Comeback.