BVB auf der Suche nach Rehabilitation

Borussia Dortmund bekommt es am Sonntag (15.30 Uhr) mit dem VfB Stuttgart und somit mit einem der Teams der Stunde zu tun. Während sich die Schwaben aus dem Abstiegskampf verabschiedet haben, steckt der BVB seit Wochen in einer handfesten Krise.

Eine gefühlte Ewigkeit war Trainer Peter Stöger mit Schwarz-Gelb in der Liga ungeschlagen. Dann allerdings kam das Spiel beim FC Bayern München. Und dieses war mehr als nur eine Niederlage. Mit 0:6 gingen die Westfalen in der Allianz Arena unter, Stöger ließ sich im Nachhinein zu einigen harten Aussagen verleiten. Er definiere sich nicht über eine Anstellung beim BVB – ein Ende der Zusammenarbeit im Sommer ist inzwischen sehr wahrscheinlich. Trotz der Klatsche beim Rekordmeister gab sich Stöger am Freitag auf der Pressekonferenz optimistisch: „Die Ausgangssituation für unsere Zielsetzung, in der kommenden Saison in der Champions League zu spielen, ist nach wie vor gut.“ Hoffnung auf einen Sieg gegen Stuttgart macht die wahrscheinliche Rückkehr von Marco Reus. Auch Ömer Toprak wird gegen die Schwaben wohl wieder auflaufen können. Beide Spieler gaben unter der Woche grünes Licht. „Es sieht gut aus“, attestierte auch Stöger.

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Beim VfB ist die Stimmung aktuell sehr gut. Fünf Siege und drei Remis holte die Elf von Tayfun Korkut aus den letzten acht Spielen. Bei 38 Punkten und elf Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz ist der Abstieg wohl kein Thema mehr. Die guten Ergebnisse der letzten Wochen sorgen bei den Schwaben für eine breite Brust. „Wir können mit gesundem Selbstbewusstsein sagen, dass wir punkten wollen. Wir werden konkurrenzfähig sein“, betonte Korkut. Die 0:6-Niederlage des BVB in München wolle der VfB-Trainer allerdings „nicht zum Maßstab nehmen. Dortmund steht oben und will mit aller Macht in die Champions League.“ Weiterhin nicht zur Verfügung stehen wird Timo Baumgartl (Gehirnerschütterung). Anastasios Donis könnte wieder dabei sein.

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Toprak, Schmelzer – Weigl, Dahoud – Pulisic, Reus, Philipp – Batshuayi

VfB Stuttgart: Zieler – Beck, Pavard, Badstuber, Insúa – Aogo – Ascacíbar – Gentner, Thommy – Ginczek, Gómez

Noch vor wenigen Wochen wäre der BVB am Sonntag wohl der klare Favorit gewesen. Unter den aktuellen Umständen allerdings hat sich das Blatt gewendet. Beiden Teams ist ein Sieg zuzutrauen, der leichte Vorteil liegt sogar bei den Gästen.