Comeback nach 259 Tagen: Reus und das „super Gefühl“

259 Tage nach seinem Kreuzbandanriss im DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt (2:1) kehrte Nationalspieler Marco Reus beim 2:0-Sieg von Borussia Dortmund gegen den Hamburger SV am Samstag unter großem Jubel auf den Rasen zurück. Der 28-Jährige sorgte für viel Schwung im Dortmunder Mittelfeld.

„Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gezeigt. Man hat gesehen, dass die Mannschaft wollte. Mit ein bisschen mehr Druck machen wir auch schon früher das 2:0. Wir haben noch viel Arbeit vor uns“, sagte der Flügelspieler im Anschluss. In der 71. Minute war Reus unter Szenenapplaus für den späteren Torschützen Mario Götze ausgewechselt worden. BVB-Trainer Peter Stöger zeigte sich zufrieden: „Es ist ein gutes Gefühl für uns und sicherlich ein super Gefühl für ihn“, sagte der Österreicher. „Seine Leistung ist erfreulich, aber nicht überraschend. Er hätte es sicherlich auch über 90 Minuten geschafft.“

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Reus war bereits vor knapp zwei Wochen ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und stand gegen den HSV überraschend in der Startelf. „Wenn ein Junge dieser Qualität bereit ist, habe ich ihn gerne von Anfang an auf dem Platz. Er kann den Unterschied ausmachen, wir wollen aber nicht alles auf ihm abladen“, sagte Stöger vor dem Spiel bei Sky. Reus sei ein Spieler, „der selbst zu Abschlüssen kommen kann, der Schnelligkeit hat, der über Außen kommen kann. Er kann mit seiner Spielart andere besser machen“, so der österreichische Coach.

Götze, der mit seinem Treffer zum 2:0 den Schlusspunkt setzte, war „super, super happy“ über das Comeback von Reus. Michy Batshuayi hatte die Borussia mit seinem Führungstreffer kurz nach der Pause erlöst. Für Stöger war der schwer erarbeitete Sieg gegen den HSV ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. „Wir haben uns schon wehren müssen. Aber wir haben auch gute Sachen gesehen. Das Ergebnis tut uns gut“, sagte der Österreicher, der sich mit dem BVB auf den dritten Tabellenplatz vorschob.

(sid)