Dárdai: „Haben hier keinen Ronaldo“

Foto: Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

In der Erwartungshaltung für die neue Saison mahnt Pál Dárdai Realismus an. Hertha BSC sei noch in der Stabilisierungsphase, große Sprünge daher nicht möglich.

Ein wenig Enttäuschung hatte es schon gegeben bei den Hauptstädtern nach Platz zehn im Vorjahr. Mindestens einen einstelligen Tabellenrang erwarten die Fans von der neuen Saison, manch einer sogar die erneute Qualifikation für die Europa League. Dárdai gehen solche Träume aber zu weit: „Falsche Träume bringen dich auf den falschen Weg“, sagte der Hertha-Coach im Kicker-Interview. „Wir haben hier keinen Cristiano Ronaldo.“ Die Hertha habe „sehr viele schlechte Jahre“ gehabt, erinnerte Dárdai, erst seit drei Jahren sei der Verein „stabil“.

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Auch in der kommenden Saison gehe es daher zunächst mal darum, sich zu stabilisieren und die vorhandene Entwicklung fortzuführen. Positiv sei, dass der Kern der Mannschaft seit nunmehr drei Jahren zusammen sei. Die jungen neuen Spieler würden allerdings noch „ein wenig Zeit“ brauchen. Entsprechend vorsichtig werde der Spielstil sein. Als Vorbild nannte Dárdai die französische Nationalmannschaft, die bei ihrem WM-Triumph auf eine stabile Defensive geachtet hatte. „Sollen alle, die nicht schön spielen, nicht mehr mitspielen dürfen? Das ist Quatsch“, erklärte der 42-Jährige. „Wer erwartet, dass Hertha pro Spiel drei Tore schießt, muss Geld sammeln gehen für die Verpflichtung von Topspielern.“