Darmstadt: Es macht sich Ernüchterung breit

Nach zwei Bundesliga-Saisons musste der SV Darmstadt 98 den bitteren Gang in die zweite Liga antreten. Der Saisonstart machte Hoffnung, dass die „Lilien“ ein ernstes Wörtchen um den Aufstieg mitreden können. Mittlerweile hat sich am Böllenfalltor jedoch Ernüchterung breitgemacht.

Die Hessen mussten im Sommer den einen oder anderen Leistungsträger ziehen lassen. Dennoch wurden die „Lilien“ von vielen als Aufstiegskandidat gehandelt. Nach einem verheißungsvollen Saisonstart lief es für die Mannschaft von Trainer Torsten Frings in den letzten Wochen nicht wirklich rund. Keines der letzten sieben Ligaspiele konnte Darmstadt für sich entscheiden. Mittlerweile ist der Absteiger ins Niemandsland der Tabelle abgerutscht.

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Nach der Länderspielpause steht für die Frings-Elf eine richtungsweisende Partie gegen den SV Sandhausen auf dem Programm. Der SVS liegt derzeit vier Plätze vor dem Absteiger, hat allerdings nur einen Zähler Vorsprung. Bei einer Niederlage müssen die Hessen ihre Blicke in der Tabelle wohl vorerst nach unten richten. Sorgen bereitet Übungsleiter Frings vor allem seine Defensive. Mit dem 1. FC Heidenheim (25) und der SpVgg Greuther Fürth (26) mussten bislang nur zwei Mannschaften mehr Gegentreffer hinnehmen als die „Lilien“. Der Absteiger selbst kassierte 23 Gegentore.

Niemeyer fehlt „an allen Ecken“

Schmerzlich vermisst wird im Abwehrzentrum Peter Niemeyer. „Peter fehlt mit seiner Mentalität an allen Ecken und Enden“, wird Coach Frings vom Kicker zitiert. Der Routinier stand zuletzt am ersten Spieltag beim 1:0-Heimerfolg gegen Fürth auf dem Platz. Seitdem wird der 33-Jährige von einer Fersenverletzung außer Gefecht gesetzt. Wann der Ex-Bremer wieder zur Verfügung stehen wird, ist derzeit nur schwer abzusehen. Dem Fachmagazin zufolge will Niemeyer in den nächsten Tagen mit dem Lauftraining beginnen. Diese Hürde haben Angreifer Felix Platte (Muskelbündelriss) und Mittelfeldspieler Tobias Kempe (Zehenbruch) nach überstandenen Verletzungen bereits genommen.