De Blasis schießt Mainz auf Rang 15

Der 1. FSV Mainz 05 besiegte den SC Freiburg am Montagabend mit 2:0 (1:0) und schob sich an den Breisgauern vorbei auf den 15. Tabellenrang. Der Führungstreffer war ein Kuriosum: Schiedsrichter Guido Winkmann hatte sieben Minuten nach seinem ersten Halbzeitpfiff noch einen Mainzer Strafstoß gegeben.

FSV-Trainer Sandro Schwarz nahm im Vergleich zum 1:1 beim 1. FC Köln zwei Änderungen in seiner Startelf vor. Abdou Diallo, der zuletzt wegen eines Nasenbeinbruchs ausgefallen war, und Robin Quaison spielten anstelle von Giulio Donati (Gelb-Rot-Sperre) und Emil Berggreen (Bank) von Beginn an. Freiburgs Coach Christian Streich wechselte nach dem 0:2 gegen den VfL Wolfsburg das System. Der SC agierte im 3-4-3 anstatt im 4-2-3-1. Außerdem stellte Streich Lucas Höler und Marc-Oliver Kempf in seine Anfangsformation. Vincent Sierro und Florian Kath nahmen auf der Bank Platz.

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Beide Teams führten die Partie vom Start weg mit einer ordentlichen Portion Intensität und Aggression. Die Freiburger hatten sich einiges vorgenommen und kamen bereits nach zehn Sekunden durch Nicolas Höfler zu ihrem ersten Abschluss (1.). Ansonsten präsentierten sich beide Offensivreihen in der Anfangsphase zwar engagiert, aber harmlos. Sowohl die Hausherren als auch die Gäste wirkten nervös und fabrizierten eine Vielzahl an Fehlpässen im Aufbauspiel. Mainz übernahm nach einer Viertelstunde die Kontrolle über die Partie und kam folgerichtig auch zur ersten guten Torgelegenheit. Danny Latza fand mit einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld Diallo am langen Pfosten, der Franzose lenkte den Ball nur knapp links neben das Freiburger Tor (19.).

Mainzer Elfmeter sieben Minuten nach erstem Halbzeitpfiff

Der SC beschränkte sich nach der ersten Viertelstunde nur noch auf die Defensivarbeit. Latza probierte es mit einem Flachschuss aus 18 Metern (26.). Der FSV zeigte einige gute Ansätze vor der Halbzeit, es mangelte allerdings an Präzision beim finalen Zuspiel. Kurz vor der Pause fand eine bis dahin müde erste Hälfte ihren kuriosen Höhepunkt: Kempf bekam eine Hereingabe von Daniel Brosinski an den Arm, Freiburg konnte daraufhin klären (45.). Nach dieser Aktion pfiff Schiedsrichter Winkmann zur Halbzeit, die Spieler verschwanden in der Kabine und die Rasensprenger gingen an. Video-Assistentin Bibiana Steinhaus machte Winkmann auf das Handspiel aufmerksam und dieser entschied sich sieben Minuten nach seinem ersten Halbzeitpfiff doch noch für einen Mainzer Strafstoß, den Pablo De Blasis anschließend zum 1:0 verwandelte (45.+7).

Zum Seitenwechsel entschied sich SC-Trainer Streich für einen Wechsel: Er brachte Offensivspieler Tim Kleindienst für Innenverteidiger Kempf und stellte in der Defensive auf eine Viererkette um (45.). Die Maßnahme fruchtete jedoch nicht. Latza gab aus 20 Metern nach schönem Zuspiel von Levin Öztunali den ersten Versuch des zweiten Durchgangs ab (48.). Die Badener Gäste wirkten vom kuriosen Rückstand immer noch verunsichert. Nach einer knappen Stunde suchte De Blasis vom linken Strafraumeck den Abschluss, setzte ihn aber rechts daneben (57.). Kurz darauf lenkte Kleindienst einen Mainzer Freistoß nur haarscharf über das eigene Gehäuse (64.). Keine drei Minuten später blockte Çağlar Söyüncü einen erfolgversprechenden Schuss von Suat Serdar (67.). Freiburg geriet in dieser Phase ordentlich unter Druck.

De Blasis zum Zweiten nach Schwolow-Patzer

Die Gäste besserten sich in der Schlussphase der Partie. Kleindienst setzte einen Kopfball knapp über den Kasten von René Adler (74.). Als Freiburg sich gerade anschickte, die Kontrolle zu übernehmen, sorgte Alexander Schwolow für die Entscheidung. Der SC-Keeper spielte einen katastrophalen Fehlpass auf Quaison. Der Schwede wiederum bediente De Blasis, der völlig frei nur noch ins verwaiste Tor zum 2:0 einschieben musste (79.). Kurz vor Schluss hatte Nils Petersen nochmal die große Chance zum Anschlusstreffer, seine Volleyabnahme knallte aber nur an den linken Pfosten (88.).

Dem 1. FSV Mainz 05 gelingt es mit dem 2:0-Sieg, den Relegationsrang zu verlassen. Auf ebenjenem steht jetzt der SC Freiburg, der sich offensiv deutlich zu harmlos präsentiert hatte. Auch wenn beide Treffer kurios zustande kamen, ist der Mainzer Erfolg verdient. Die Rheinhessen waren die gefährlichere und spielbestimmende Mannschaft.