Demme: Länderspiele sind „absoluter Bonus“

Nur eines der letzten sieben Pflichtspiele konnte RB Leipzig für sich entscheiden. Noch sind die Saisonziele aber nicht in Gefahr. Mittelfeldspieler Diego Demme äußerte sich nun zu seinem Standing im Team, zum Anspruch der Mannschaft und zum nächsten Gegner in der Europa League.

Im ersten Spiel der Vereinsgeschichte in diesem Wettbewerb trifft RB Mitte Februar auf den SSC Neapel. Demme ist Halb-Italiener, sein Vater sei „immer Neapel-Fan“ gewesen, erzählte der 26-Jährige im Interview mit dem Kicker. Sein Vorname ist eine Hommage an Diego Maradona, der nicht nur beim SSC eine Legende ist. Auch sportlich habe Leipzig ein großes Los gezogen, sagte Demme: „Viele glauben, dass das geile Spiele werden, aber es ist natürlich richtig, dass ich eine andere Verbindung habe mit meinem Namen.“

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Vorerst stehen jedoch noch einige wichtige Begegnungen in der Liga an. Unter anderem empfangen die „Roten Bullen“ am kommenden Samstag den Hamburger SV. Dessen jüngster Trainerwechsel bewirke sicher „ein bisschen Positives“, betonte Demme, deshalb erwarte er motivierte Hanseaten. Er stellte jedoch klar, dass Leipzigs Prämisse eindeutig sei: „Zu Hause haben wir den Anspruch, gegen so gut wie jede Mannschaft zu gewinnen.“ Auf die äußerst erfolgreiche letzte Saison und die Probleme in dieser Spielzeit angesprochen, merkte Demme an, dass „das Quäntchen Glück“ aktuell fehle. „Letztes Jahr ist alles aufgegangen, was wir uns vorgenommen hatten. In dieser Saison merken wir, dass es uns schwerer fällt, die Spiele zu gewinnen“, fügte er an.

Mit Konrad Laimer und Kevin Kampl hat der ehemalige Paderborner in diesem Sommer gleich zwei neue Konkurrenten auf seiner Position bekommen. Um seinen Stammplatz mache er sich jedoch keine Sorgen, wie er versicherte: „Klar sind das starke Konkurrenten und Mitspieler, und natürlich war ich nicht froh darüber, dass ich einige Spiele in der Champions League auch mal auf der Bank saß. Aber insgesamt kann ich sagen, dass ich sehr glücklich hier bin, weil ich genug Einsätze habe und nach wie vor sehr geschätzt werde.“ In Leipzig wurde Demme sogar zum Nationalspieler. Er erklärte, die Berufung von Joachim Löw, sein Debüt im Juni 2017 und die Einsätze in der „Königsklasse“ seien ein „absoluter Bonus“, mit dem er bei seinem Wechsel zu den Sachsen nicht gerechnet habe.