Der FC und sein vorerst letztes Derby?

Der 1. FC Köln empfängt am Sonntag (15.30 Uhr) den Lokalrivalen aus Leverkusen. Gegen Bayer 04 zählt für den FC nichts anderes als ein Sieg, um den Abstieg vielleicht doch noch abzuwenden. Die „Werkself“ hingegen will punkten, um im Rennen um die Champions League zu bleiben.

Acht Punkte fehlen den Kölner bis zum rettenden Ufer. Am Montag hatten die Rheinländer die Riesenchance, sich wieder etwas an Rang 16 heranzuschieben. Beim SV Werder Bremen unterlag die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck jedoch mit 1:3, sodass der Klassenerhalt nun ein noch größeres Wunder wäre als ohnehin schon. Für den Coach ist klar, was nötig sein wird, um gegen Leverkusen eine Chance zu haben: „Wir müssen lernen, Dreck zu fressen“, forderte Ruthenbeck im Vorfeld der Partie. Die große Stärke der „Werkself“ sieht der 45-Jährige in der Offensive: „Sie spielen attraktiven Fußball. Sie haben viel Tempo vorne und viele Jungs, die man kennt – auch international.“ Mit Frederik Sørensen fehlt dem FC nun ausgerechnet ein wichtiger Innenverteidiger. Der Däne brach sich in Bremen die Nase.

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So schlecht die Saison für Köln läuft, so gut läuft sie für Leverkusen. Mit 44 Punkten steht die „Werkself“ auf dem vierten Tabellenplatz und ist auf dem besten Weg in die Champions League. Gegen den FC will die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich nach zwei Siegen in Wolfsburg (2:1) und gegen Gladbach (2:0) nachlegen. Drei Erfolge am Stück konnte Bayer in der laufenden Spielzeit allerdings noch nicht einfahren. Auch in Köln wird die „Werkself“ nichts geschenkt bekommen. „Die Kölner sind ein absolut ernstzunehmender Gegner“, betonte Herrlich am Freitag. Verzichten muss der Übungsleiter womöglich auf Kapitän Lars Bender. Den Kapitän plagen Leistenprobleme, Herrlich wolle kein unnötiges Risiko eingehen. Bei Charles Aránguiz hingegen sieht es besser aus. „Wir erwarten ihn im Abschlusstraining zurück und ich bin optimistisch, dass es reicht“, erklärte Herrlich auf der Pressekonferenz.

1. FC Köln: Horn – Maroh, Meré, Heintz – Risse, Höger, Koziello, Hector – Osako, Pizarro – Terodde

Bayer 04 Leverkusen: Leno – Retsos, Tah, S. Bender, Wendell – Baumgartlinger, Aránguiz – Bailey, Volland, Brandt – Alario

Der FC muss am Sonntag auf Sieg spielen. Alles andere als ein Dreier wäre für Köln zu wenig, um die Minimalchance auf den Klassenerhalt zu wahren. Leverkusen ist in einer guten Ausgangslage und geht mit breiter Brust ins Spiel. Das womöglich vorerst letzte Erstliga-Derby des FC verspricht hart umkämpft zu werden.