Didavi widerspricht VfB-Gerüchten

Der VfL Wolfsburg empfängt am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) den VfB Stuttgart. In der Tabelle ist es ein Nachbarschaftsduell, denn die Niedersachsen stehen auf Rang 13 nur einen Platz vor den Schwaben. Im Vorfeld der Partie steht der aktuelle VfL-Profi und ehemalige Stuttgarter Daniel Didavi im Fokus.

Seit kurzem kursieren sogar Gerüchte über eine mögliche Rückkehr des Mittelfeldspielers in die baden-württembergische Landeshauptstadt. „Da ist nichts im Busch“, versicherte Didavi nun laut Kicker, „ich fühle mich in Wolfsburg richtig wohl.“ Der 27-Jährige war im Sommer 2016 ablösefrei vom VfB zu den „Wölfen“ gewechselt. Komplett ausschließen wollte der 120-fache Bundesliga-Spieler einen Wechsel so kurz vor Ende der Transferperiode allerdings auch nicht. „Aber da müsste schon ganz viel passieren“, stellte Didavi klar.

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Der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler ist Wolfsburgs Topscorer in der laufenden Saison. Fünf Tore und sechs Vorlagen gelangen dem Offensivakteur bereits. Doch auch er konnte zuletzt nicht verhindern, dass die Auftritte des VfL offensiv immer mauer wurden. Am vergangenen Wochenende agierten die Autostädter bei Hannover 96 (1:0) taktisch sehr defensiv und schlugen fast nur weite Bälle nach vorne. Das schmeckte dem Feintechniker Didavi überhaupt nicht und so kam es zu einem kleinen Disput mit Trainer Martin Schmidt. „Mir hat etwas nicht gepasst, da ist es immer wichtig, zu reden. Aber auf dem Acker in Hannover war es wahrscheinlich die richtige Taktik“, relativierte der gebürtige Nürtinger.

Mittelfeldspieler fordert Sieg gegen seinen Ex-Verein

Gegen seinen Ex-Klub soll sich das wieder ändern. Dazu wäre aber eine stärkere Leistung nötig, als sie die „Wölfe“ im letzten Heimspiel erbracht hatten. Beim 1:3 gegen Eintracht Frankfurt lieferten sie vor eigenem Publikum eine bedenklich schwache Vorstellung. „Die Art und Weise war inakzeptabel“, meinte auch Didavi. Gegen den VfB zähle in der derzeitigen Situation aber zuvorderst das Ergebnis: „Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel, das müssen wir ohne Wenn und Aber gewinnen. Dann können wir uns vielleicht ein bisschen absetzen.“ Es wird allerdings nicht nur ein wichtiges Spiel im Abstiegskampf sein, sondern auch das Wiedersehen mit Ex-Kapitän Mario Gómez.

Der 32-Jährige hatte Wolfsburg in der Winterpause verlassen und sich seiner alten Liebe, dem VfB Stuttgart, angeschlossen. Didavi blickt dem Treffen mit dem ehemaligen Mannschaftskameraden freudig entgegen. „Ich freue mich auf ihn“, sagte der Profi, „ich habe in ihm einen Freund gefunden.“ Natürlich wissen er und ganz Wolfsburg um die Qualitäten des Nationalstürmers. „Wir wissen alle, was Mario kann. Wir müssen verhindern, dass Stuttgart in unseren Strafraum kommt“, forderte Didavi. Seinem Ex-Verein wünschte der Linksfuß im Hinblick auf den angestrebten Klassenerhalt alles Gute: „Ich hoffe, dass sie eine Serie starten. Nach dem Spiel gegen uns.“