Dietrich: „Sind weit vom Chaos entfernt“

Zurück in alten Zeiten, zurück im Chaos? Nach dem jüngsten Abwärtstrend und dem Trainerwechsel hat sich der VfB Stuttgart in eine veritable Krise manövriert. Wolfgang Dietrich verteidigt die Entscheidungen des Klubs, nimmt Tayfun Korkut in Schutz und zeigt sich sicher, den Klassenerhalt zu schaffen.

„Relativ gelassen“ sehe er die jüngste Aufregung um den Trainerwechsel, sagte VfB-Präsident Dietrich im Interview der Stuttgarter Zeitung. Dass es „Häme und Hass“ vor allem im Internet gebe, sei inzwischen nun mal üblich bei umstrittenen Entscheidungen. Deshalb will sich der 69-Jährige auch nicht von der Aufregung anstecken lassen.

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„Mein Job ist es, jetzt besonnen zu bleiben und das große Ganze über den Moment zu stellen“, erklärte er und erinnerte daran, dass in seiner Amtszeit „alle Ziele erreicht“ worden seien, „die wir uns gesteckt haben“. Und so werde es bleiben, versprach Dietrich: „Mit diesem Geist und der Besonnenheit im Umgang mit kritischen Situationen werden wir auch unser nächstes großes Ziel, den Klassenerhalt, erreichen. Die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Zukunft sind gegeben, weshalb wir weit davon entfernt sind, dass hier ein Chaos ausbricht.“

Essenziell auf dem Weg zum Klassenerhalt wird es sein, dass Neu-Trainer Korkut möglichst bald die nötige Akzeptanz im Verein gewinnt. Daher erklärte Dietrich noch mal, was den VfB zur Entscheidung bewogen habe, den 43-Jährigen als Nachfolger des geschassten Hannes Wolf zu engagieren. Erstens habe Korkut bereits mehrfach, sowohl als Spieler als auch als Trainer, den Abstiegskampf bestanden. Zweitens habe er „mit seiner Persönlichkeit sowie mit seinen Ansätzen überzeugt“ und sei, drittens, ein „Junge aus der Region“. Gegen die Vorwürfe, der Verein habe Wolf dagegen in der ersten Krise gleich fallen gelassen, wehrte sich Dietrich indes: „Wenn er glaubt, die Mannschaft nicht mehr zu erreichen, helfen die besten Stützen und Ratschläge nichts“, sagte er. Der Trainer habe selbst „nicht mehr die 100-prozentige Überzeugung“ gehabt.