Drobný soll noch ein Jahr in Bremen bleiben

In den letzten Tagen gab der SV Werder Bremen mit Kevin Möhwald und Yūya Ōsako seine ersten beiden Sommer-Neuzugänge bekannt. Während Werders Geschäftsführer Frank Baumann die beiden Profis am Mittwochnachmittag lobte, verkündete er auch, kurz vor einer Vertragsverlängerung mit Ersatzkeeper Jaroslav Drobný zu stehen.

„Wir stehen vor einer Einigung, aber der Vertrag ist noch nicht unterzeichnet. Ihm kommt eine wichtige Rolle zu, deshalb haben wir uns darauf verständigt, ein Jahr mit ihm weiter machen zu wollen“, sagte Baumann bei einer Presserunde am Mittwoch. Der 38-Jährige absolvierte in der abgeschlossenen Bundesliga-Saison kein einziges Spiel für die Grün-Weißen, brachte aber stets seine geballte Erfahrung ein. Die Hierarchie der Bremer Torhüter steht auch für die kommende Spielzeit größtenteils schon fest. „Jiri Pavlenka ist unsere Nummer eins. Die Nummer zwei kann, aber muss nicht zwangsläufig Michael Zetterer sein. Luca Plogmann ist die Nummer drei, Drobný ergänzt“, erklärte Baumann.

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Pavlenka war in der abgelaufenen Saison einer der besten Torhüter der Bundesliga und der große Rückhalt der Norddeutschen gewesen. Baumann betonte, dass man den Tschechen selbst bei lukrativen Angeboten nicht abzugeben gedenkt. „Der Spieler hat uns nochmals signalisiert, dass er hier bleiben möchte und wir haben bereits mehrfach betont, dass wir ihn nicht abgeben möchten“, stellte der 42-Jährige klar. Der Vertrag des 26-Jährige läuft noch bis 2020. Pavlenka war im vergangenen Sommer für drei Millionen Euro Ablöse von Slavia Prag nach Bremen gewechselt.

Baumann kündigt weitere Neuzugänge an

Des Weiteren freute sich Baumann auch über die beiden bereits feststehenden Neuzugänge des kommenden Sommers. „Wir kennen Yūya seit Jahren, er ist uns immer wieder aufgefallen. Er war im vergangenen Sommer aufgrund der guten Saison des FC und von ihm persönlich nicht zu haben, da bestand keine realistische Chance“, meinte Baumann zu Ōsako, der vom Absteiger 1. FC Köln an die Weser wechselt. Möhwald dagegen kommt vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg und besitzt noch keinerlei Bundesliga-Erfahrung. „Natürlich trauen wir Kevin den Sprung in die Bundesliga zu. Er ist mit 24 Jahren im besten Fußballer-Alter. Ich habe selbst mein erstes Bundesliga-Spiel mit 23 gemacht“, betonte Baumann überzeugt.

Damit seien die Bremer Pläne für die kommende Transferperiode aber noch nicht abgeschlossen: „Es wird noch Neuzugänge geben. Welche Positionen das betrifft, dazu möchte ich mich nicht äußern. Wann das passiert, ist noch nicht abzusehen.“ Werder wird allerdings nicht nur Spieler holen, sondern auch den ein oder anderen abgeben. Linksverteidiger Leon Guwara, der zuletzt an den 1. FC Kaiserslautern verliehen war, zieht es zum FC Utrecht in die Niederlande. „Ich traue Leon zu, den Sprung in die Bundesliga über den Umweg Eredivisie zu schaffen. Aktuell haben wir auf seiner Position aber zu große Auswahl. Deshalb war das die beste Lösung für beide Seiten“, sagte Baumann.