Ein Geschenk von Carlo

Carlo Ancelotti hat zum Ende seiner Amtszeit beim FC Bayern viel Kritik einstecken müssen. Dem Italiener hat es der Rekordmeister jedoch zu verdanken, dass im Sommer die Verpflichtung von James Rodríguez gelang. Ancelotti hatte sich bei den Verantwortlichen intensiv für eine Verpflichtung seines Wunschspielers stark gemacht.

„Die Verpflichtung von James Rodríguez war der große Wunsch unseres Trainers Carlo Ancelotti, nachdem beide bereits in Madrid erfolgreich zusammengearbeitet hatten“, erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Zuge der Bekanntgabe des Transfers im Sommer. Der Kolumbianer ist bis Juni 2019 von Real Madrid ausgeliehen, die Bayern besitzen eine Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro. Als Leihgebühr muss der FCB eine Summe von 13 Millionen Euro entrichten.

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Zweifel an seiner fußballerischen Klasse hat James in den vergangenen Wochen beiseite geschoben. Allein vier Torbeteiligungen weist der Kolumbianer an den ersten beiden Bundesliga-Spieltagen im neuen Jahr aus. Gegen Leverkusen ein gefühlvoller Freistoß in den Schlussminuten sowie die Vorlage zum zwischenzeitlichen 2:0 durch Franck Ribéry. Am Wochenende bereitete James gegen Bremen dann zwei Treffer vor, insbesondere der gefühlvolle Heber vor dem 4:2 durch Thomas Müller lässt aufhorchen. Nur dreimal kam der Edeltechniker in dieser Saison nicht im Einsatz, wenn er im Spieltagskader stand. Alle großen Spiele dieser Saison bestritt der Kolumbianer von Beginn an.

„Er hat sich bei Bayern sehr positiv entwickelt. Er gibt uns nicht nur Impulse, er hat Phantasie. Und er hat die Bereitschaft, für die Mannschaft zu laufen, zu kämpfen“, sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes nach dem Bremen-Spiel. Der Kolumbianer hatte im Winter-Trainingslager in Katar (Doha) unlängst angekündigt: „Ich bleibe beim FC Bayern. Ich bin hier glücklich und denke an nichts anderes.“ Der 26-Jährige habe inzwischen seinen Rhythmus gefunden. „Es hilft sehr, dass ich so viele Einsätze bekommen habe“, berichtete James, um eine Kampfansage folgen zu lassen: „Ich will alles gewinnen. Das Team kann alles gewinnen.“ Auch dank James – und Ancelotti.