Esser gegen Tschauner: Breitenreiter bläst zum Duell

Foto: Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images

Jährlich grüßt das Murmeltier: Wie schon im Sommer letzten Jahres ruft 96-Trainer André Breitenreiter erneut den Kampf um die Nummer eins zwischen den Pfosten aus. Der Übungsleiter der Niedersachsen räumt Herausforderer Michael Esser und Stammkeeper Philipp Tschauner die gleichen Chancen ein.

Vor der abgelaufenen Saison kam Esser als Neuzugang vom SV Darmstadt 98 nach Hannover, konnte das enge Rennen mit Aufstiegs-Keeper und Vize-Kapitän Tschauner aber nicht für sich entscheiden. Nur in drei Partien durfte der 30-jährige Österreicher ran, machte aber jeweils einen soliden Eindruck. Tschauner spielte ebenfalls eine ordentliche Saison – streute zwischendurch allerdings einige Wackler ein. Gesetzt ist er auch deshalb nicht, Breitenreiter lässt das Rennen völlig offen.

- Anzeige -

„Es geht wieder bei Null los. Das ist die Ausgangssituation, die ich beiden Torhütern schon am Ende der vergangenen Saison mitgeteilt habe. Der Kampf ist offen. Der Bessere wird am Ende der Vorbereitung die Nummer eins sein“, sagte der 44-jährige Fußballlehrer laut Kicker und gab dem 32-jährigen Tschauner zu verstehen, dass er sich nicht auf seinem Vertrauensvorschuss ausruhen dürfe: „In der letzten Saison haben wir Tschauni das Vertrauen geschenkt, auch in Phasen, in denen es nicht so gut lief für ihn.“

Im Training sollen sich die erfahrenen Schlussmänner beweisen, in den anstehenden Testspielen erhalten beide zu gleichen Teilen Spielzeit. Eine gewichtige Rolle bei der Entscheidung, wer zu Saisonbeginn im Tor der „Roten“ steht, spielt Torwarttrainer Jörg Sievers. Das 96-Urgestein steht mit Breitenreiter in regem Kontakt. „Seine Meinung hat einen großen Stellenwert und trägt zur Entscheidungsfindung bei. Wir tauschen uns regelmäßig über den aktuellen Stand der Trainingsleistungen aus“, berichtete der 96-Coach.