Forsberg: „Mit dem Fußballspielen aufgehört“

Am Donnerstag schied RB Leipzig gegen Olympique Marseille im Viertelfinale der Europa League nach einer 2:5-Niederlage im Rückspiel aus. Dementsprechend groß war die Enttäuschung bei den Spielern und dem Trainer.

„Wir haben bereits in den ersten zehn Minuten den kompletten Vorsprung wieder hergegeben“, ärgerte sich RB-Trainer Ralph Hasenhüttl. „Da muss man schon schlucken, wenn wir eine so gute Ausgangsposition so leichtfertig aus der Hand geben.“ Am Ende habe seine Mannschaft zu viele Fehler gemacht und dann „kommt man auf europäischer Ebene nicht weiter“. Seine Spieler hätten zwar versucht, „den Kampf anzunehmen“, hätten es Marseille aber letztlich „zu einfach gemacht“. Mit der ersten Spielzeit auf internationaler Ebene war Hasenhüttl dennoch zufrieden. „Es war eine sehr interessante erste internationale Saison für uns, aus der wir dennoch viel mitnehmen können“, erklärte er.

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Auch bei den Spielern war die Enttäuschung groß nach dem verpassten Halbfinal-Einzug. „Diese Niederlage tut weh“, sagte Emil Forsberg. „Es war nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Nach unserem frühen Tor haben wir mit dem Fußballspielen aufgehört und zu viele einfach Fehler gemacht. Unser Torwart hat uns mit vier, fünf Paraden noch im Spiel gehalten – aber Marseille war stark und hat verdient gewonnen.“ Dennoch könne RB stolz auf das Erreichte sein, meinte der Schwede. Nun gilt die volle Konzentration aber der Bundesliga. „Dort werden in den nächsten Wochen die Plätze für die Champions League vergeben und da wollen wir wieder hin“, gab Forsberg das Ziel für den Rest der Saison aus.

Sabitzer fällt mit Schulterverletzung aus

Torwart Peter Gulásci schlug in dieselbe Kerbe. „Wir sind heute natürlich sehr enttäuscht. Wir hatten eine große Chance weiterzukommen. Wir wollten stabil stehen und haben das direkt nach der Führung weggeworfen. Solche Fehler, wie wir sie heute gemacht haben, darf man auf internationaler Ebene nicht machen“, kritisierte Leipzigs Schlussmann. „Nach solch einem guten Start muss man eigentlich das Selbstvertrauen haben, um mehr Stabilität in sein Spiel zu bringen.“

Neben dem Aus in der Europa League muss Leipzig auch den Ausfall von Marcel Sabitzer verkraften. Der Österreicher kugelte sich gegen Marseille die linke Schulter aus. Wie lange der 24-Jährige fehlt, ist noch unklar. Zudem musste auch Dayot Upamecano aufgrund muskulärer Probleme ausgewechselt werden. Eine genaue Diagnose steht noch aus.