Fossums Durchbruch: „Bin sehr happy“

Es hat eine Weile gedauert, bis Iver Fossum bei Hannover 96 sportlich so richtig angekommen ist. Gegen den Hamburger SV erzielte er sein erstes Bundesliga-Tor – und ist überglücklich mit seiner Entwicklung.

Im Winter 2016 wechselte Fossum von Strømsgodset IF an die Leine und schaffte es trotz erkennbarem fußballerischen Potenzials lange Zeit nicht, sich durchzusetzen. Fehlende Zweikampfhärte monierte Trainer André Breitenreiter im vergangenen Herbst noch bei dem schmächtigen Norweger, an den ersten 13 Spieltagen stand der laufstarke und ballsichere Sechser nur dreimal im Spieltagskader. Seitdem ging es steil bergauf. Von den vergangenen fünf Partien bestritt der 21-Jährige vier über die volle Spielzeit und feierte gegen den HSV am Sonntag seinen Premierentreffer im Oberhaus.

- Anzeige -

„Ich bin sehr happy. Ich habe schon ei­ni­ge Tore in mei­ner Kar­rie­re er­zielt, aber die­ses ge­hört zu den groß­ar­tigs­ten“, freute sich Fossum laut Bild über seinen 1:0-Führungstreffer gegen die Hanseaten. Sein satter Schuss in der 37. Minute aus 22 Metern schlug unhaltbar für Hamburgs Keeper Christian Mathenia im linken Eck ein. Nicht nur wegen seines Treffers untermauerte der norwegische U21-Nationalspieler am Sonntag seine Qualitäten. Seit er Marvin Bakalorz verdrängt hat und gemeinsam mit dem ebenfalls passsicheren Aufbauspieler Pirmin Schwegler die Doppelsechs bildet, fällt es 96 erkennbar leichter, Ballbesitz zu halten und dominant aufzutreten.

Fossum mit neuem Selbstvertrauen

Auch die von Breitenreiter kritisierte Zurückhaltung hat Fossum abgelegt. Fünfmal schoss er gegen Hamburg auf das Tor, so oft wie kein anderer 96-Profi. Ausdruck seines neuen Selbstvertrauens war auch der Gang zum Freistoß in der letzten Minute, den er knapp über das Tor setzte und damit beinahe einen starken Auftritt abrundete. „Wir hat­ten eine Dis­kus­si­on. Viele woll­ten schie­ßen, es war eine große Chan­ce. Die Mauer war sehr hoch, ich muss­te den Ball per­fekt tref­fen. Scha­de, hat lei­der nicht ganz ge­klappt“, erklärte Fossum.