Frankfurt gegen Köln: Europacup-Träume gegen Abstiegsangst

Nach dem souveränen Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale ist für Eintracht Frankfurt wieder Liga-Alltag angesagt. In der heimischen Commerzbank-Arena erwartet die Elf von Niko Kovač den wiedererstarkten 1. FC Köln, der allerdings noch immer um den Anschluss an die Nicht-Abstiegsränge kämpft.

Es gibt dieser Tage mit Sicherheit schlechter gelaunte Cheftrainer als Frankfurts Kovač. Wenig verwunderlich, schließlich ist seine Mannschaft eine der positiven Erscheinungen der laufenden Bundesliga-Saison. Die Hessen liegen auf einem starken sechsten Platz und haben nur einen Punkt Rückstand auf den Champions League-Qualifikationsrang. Für die Begegnung mit dem 1. FC Köln allerdings fordert Kovač eine weitere Leistungssteigerung, um gegen einen „wiedererstarkten Gegner bestehen zu können“. Personell wird der Frankfurter Übungsleiter mit Ausnahme der Langzeitverletzten wohl aus dem Vollen schöpfen können. Die nach dem Mainz-Spiel angeschlagenen Marius Wolf und Omar Mascarell werden ebenso zur Verfügung stehen wie Mijat Gaćinović, der den Einzug ins Pokal-Halbfinale verletzungsbedingt verpasste. „Köln ist eine Mannschaft, die von der Qualität her im oberen Mittelfeld stehen müsste“, stellte Kovač unmissverständlich klar. Dennoch sei er überzeugt davon, das Spiel gewinnen zu können, „wenn alles abgerufen wird“.

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Sieben Punkte beträgt der Rückstand der „Geißböcke“ auf den Relegationsrang. Nach der unglücklichen 2:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund gilt es daher das rettende Ufer nicht aus den Augen zu verlieren. „Wir müssen weiter arbeiten, dann haben wir auch gegen Frankfurt eine Chance“, erklärte FC-Trainer Stefan Ruthenbeck im Vorfeld der Begegnung. Die Art und Weise, mit der die Kölner zuletzt auftraten, stimmt den 45-Jährigen „zuversichtlich“. Verzichten muss Ruthenbeck auf Sehrou Guirassy, Yūya Ōsako und Lukas Klünter. Marcel Risse hingegen kehrt gegen Frankfurt in den Kader zurück. Auch Jannes Horn ist wieder fit. Ob das Duo direkt in der Startelf steht, ist noch unklar.

Eintracht Frankfurt: Hrádecký – Falette, Hasebe, Salcedo – Boateng – Mascarell, Gaćinović, Wolf – Haller, Rebić

1. FC Köln: Horn – Sørensen, Meré, Heintz, Hector – Höger, Özcan – Klünter, Jojić – Terodde, Córdoba

Nach den bisherigen Eindrücken der Rückrunde dürften die Zuschauer eine ausgeglichene Begegnung in der Commerzbank-Arena zu sehen bekommen. Die leicht favorisierten Frankfurter sind mit Sicherheit schwer zu schlagen. Selbiges gilt aber auch für die Ruthenbeck-Elf, die in diesem Kalenderjahr zeigt, dass sie durchaus das Potenzial hat, im Abstiegskampf nicht sang- und klanglos abzuschenken.