Freiburg klaut auch Bayer einen Punkt

Der SC Freiburg bleibt auch im neunten Bundesliga-Spiel in Folge ungeschlagen: Gegen Bayer 04 Leverkusen erkämpften sich die Breisgauer ein 0:0. Die „Werkself“ blieb damit zum ersten Mal seit 25 Spielen ohne Torerfolg.

Angesichts des nahenden Pokalspiels gegen Bremen warf Heiko Herrlich ein wenig die Rotationsmaschine an. Der Bayer-Coach nämlich nahm gleich vier Wechsel vor. Zunächst draußen waren der grippekranke Julian Baumgartlinger sowie Lars Bender, Julian Brandt und Kevin Volland, die auf der Bank Platz nahmen. Beginnen durften dafür Benjamin Henrichs, Dominik Kohr, Karim Bellarabi und Kai Havertz. Bei zwei Änderungen im Vergleich zum 2:2 gegen Borussia Dortmund beließ es Herrlichs Gegenüber Christian Streich. Der genesene Alexander Schwolow ersetzte Rafał Gikiewicz im Tor, zudem durfte Tim Kleindienst für Marc-Oliver Kempf ran.

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Eine flotte Anfangsphase boten die beiden Mannschaften den Zuschauern im Schwarzwald-Stadion, Offensive war zunächst Trumpf. Während Nils Petersen und Janik Haberer bei einer Doppelchance jeweils an Bernd Leno scheiterten (5.), fehlten Lucas Alario auf der Gegenseite nur Zentimeter zur Führung. Ein Kopfball des Argentiniers klatschte an den Innenpfosten, ehe Çağlar Söyüncü klärte (8.). Rauf und runter ging es, dabei machte Bayer allerdings den gefälligeren Eindruck. Während Schwolow hüben gegen Bellarabi klärte (15.), parierte Leno gegen Kleindienst (18.).

Neuer Schwung erst in Hälfte zwei

Anschließend beruhigte sich die Partie allerdings etwas. Leverkusen agierte mit mehr Ballbesitz, fand aber nur noch wenige Lücken in der SC-Abwehr. Freiburg dagegen lauerte auf schnelle Gegenangriffe. Auf einen erneuten Geniestreich von Leon Bailey hofften die Bayer-Fans daher, der erste Schuss des Jamaikaners aber ging deutlich über das Tor (31.). Mit viel Einsatz hielten die Hausherren dagegen und nahmen dabei auch die eine oder andere Gelbe Karte in Kauf. Das 0:0 zur Pause durfte Freiburg daher als Etappenerfolg verbuchen.

Ohne personelle Wechsel, dafür mit neuem Schwung ging es in Hälfte zwei weiter. Das erste Ausrufezeichen setzte Freiburg, ein Schuss von Haberer wurde jedoch von Jonathan Tah geblockt (50.). Auf der Gegenseite parierte Schwolow gegen Kohr (51.). Nach diesen Aufregern allerdings verflachte die Begegnung wieder etwas, da sich der SCF erneut zurückzog. Die Zuschauer mussten daher weiter auf Tore warten, lediglich zwei missglückte Distanzschüsse von Bailey (57.) und Henrichs (59.) bot Bayer gegen kompakte Hausherren noch an.

Freiburg trotzt der Bayer-Offensive

Herrlich reagierte daher nach gut einer Stunde und brachte mit Brandt (65., für Bailey) einen frischen Offensivspieler. Gegen das Defensivbollwerk der Breisgauer fand auch der 21-Jährige aber zunächst kein Durchkommen. Vom Seitenrand trieb Streich sein Team immer wieder an, in Sachen Zweikampfführung und Laufarbeit nicht nachzulassen. Zudem nahm der SC-Trainer den ersten Wechsel vor: Lucas Höler musste runter, dafür durfte Florian Kath ran (69.). In der Schlussphase legte dann wiederum Herrlich nach, Volland kam für Kohr (77.).

Die Schlussoffensive läutete aber der SC Freiburg ein. Zunächst scheiterte Haberer an Leno (74.), wenig später auch Petersen, dessen Schuss noch von Sven Bender abgefälscht wurde (79.). Bayer hingegen bot in den letzten Spielminuten kaum noch etwas an, trotz der Einwechslung von Joel Pohjanpalo (85., für Bellarabi). Während Freiburg den Punktgewinn letztlich als Erfolg verbuchen durfte, musste sich Leverkusen ein wenig ärgern. Platz zwei aber verteidigte die „Werkself“ aufgrund der zeitgleichen Schalker Niederlage gegen Bremen trotzdem.