Freiburg um Zufriedenheit bemüht

In Freiburg ist man die Rolle des Außenseiters gewohnt. Trotzdem blieb nach dem Gastspiel in Dortmund (2:2) eine gewisse Enttäuschung nicht verborgen. Trotz aller Bemühungen, das Positive herauszuheben.

Ein Unentschieden, eine enttäuschte und eine glückliche Mannschaft. Wäre dieses Szenario vor dem Spiel angesprochen worden, wären die Rollen klar verteilt gewesen. Ein Blick auf den Dortmunder Rasen gegen 17.22 Uhr zeigte aber ein anderes Bild. Denn dank eines Ausgleichstreffers in der Nachspielzeit verloren die Breisgauer spät zwei Punkte. „Es ist ein blödes Tor, aber mein Gott. Es ist halt passiert und wir haben auch nicht alles falsch gemacht bei dem Tor. Wir haben nichts mehr zugelassen, aber sie waren auch in gefährlichen Räumen, weil wir irgendwann sehr tief verteidigt haben“, gab Trainer Christian Streich nach der Partie zu.

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Doch gerade die defensiv starke und offensiv effiziente Vorstellung sorgte beim SC Freiburg für Zufriedenheit. Und dann war da noch Nils Petersens Kunstschuss zum 2:1-Führungstreffer. Der Schütze selbst wollte das Tor aber nicht über den Klee loben. „Ich spekuliere auf den Rückpass und habe ein Stück weit Glück, dass er mir genau vor die Füße fällt, sodass ich direkt den Abschluss suchen kann. Ich habe ja selber mit Roman (Bürki; Anm. d. Red.) gespielt und weiß, dass er jemand ist, der im Spielaufbau helfen möchte und dann auch weit vor dem Tor steht. Und dann ist es auch ein Stück weit Glück, dass er genau ins Eck fällt“, relativierte Petersen später.

Sportclub bestätigt Aufwärtstrend

Doch der Angreifer hatte sich das Lob mehr als verdient. Denn der 29-Jährige sicherte dem SCF nicht nur den ersten Punkt in Dortmund seit 16 Jahren, er half seiner Mannschaft auch dabei, den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu halten. „Ich bin momentan gut drauf und habe eine gute Phase. Ich weiß das zu schätzen und auch zu genießen. Aber im Fußball geht es schnell, da kann es schnell wieder in die andere Richtung gehen. Wir sind jetzt acht Spiele ungeschlagen, ich kann über 90 Minuten gehen, und mache meine Tore. Ich hoffe, dass es so weitergeht“, gab Petersen bei Sky zu Protokoll. In der kommenden Woche soll es wieder daheim klappen. Dann gastiert Bayer 04 Leverkusen im Schwarzwald-Stadion im Breisgau.