Funkel: „Wir glauben an unsere Chance“

Foto: Pablo Blazquez Dominguez/Getty Images

Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf fiebert mit Demut, aber auch mit großer Zuversicht seinem Comeback im Oberhaus entgegen. Vor allem Trainer Friedhelm Funkel kann es kaum abwarten.

„Ich fieber ebenso wie meine Mannschaft dem Saisonstart entgegen. Ich hoffe, dass wir ein ausverkauftes Haus haben und mit dem Rückenwind der Zuschauer ein tolles Bundesliga-Comeback feiern“, sagte der derzeit älteste Trainer der Bundesliga. Der 64-Jährige hatte dieses Jahr mit Fortuna Düsseldorf seinen sechsten Aufstieg ins Oberhaus geschafft und die Rheinländer im Unterhaus zudem zur Meisterschaft geführt. 1926 Tage nach seinem letzten Auftritt in der deutsche Eliteliga meldet sich der zweimalige DFB-Pokalsieger am 25. August gegen den FC Augsburg zurück im Kreis der besten 18 Klubs. „Wir sind gekommen, um zu bleiben“, sagte Funkel selbstbewusst. Der Trainerfuchs hat sein Team auf die Mission Klassenerhalt in den vergangenen Wochen eingestimmt. „Wir werden mit der nötigen Demut an die Aufgabe herangehen, aber auch mit viel Spaß und Engagement sowie Zuversicht in das Abenteuer erste Liga starten. Wir glauben an unsere Chance“, meinte der frühere Profi beim Fußball-Gipfel der Rheinischen Post.

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Ein sofortiger Wiederabstieg wie 2013 unter Norbert Meier soll auf alle Fälle vermieden werden, die Fortuna will sich diesmal auf Dauer in Liga eins etablieren. „Wir müssen hart arbeiten, wir brauchen das Quäntchen Glück und müssen sehr motiviert sein. Wir müssen wissen, dass wir weniger Spiele gewinnen als vergangene Saison, aber dennoch mutig sein. Wir wissen, dass auf der anderen Seite teilweise Weltklassespieler stehen“, beschreibt Funkel die Tücken im Stahlbad Bundesliga. Der Coach weiß aber, wie man sich zur Wehr setzt: „Wir müssen aggressiv spielen, uns wehren, eklig sein. Wir dürfen nicht in Ehrfurcht erstarren, und da muss man einen Gegenspieler auch mal umhauen und sich dann nicht tausendmal dafür entschuldigen.“ Obwohl der Aufsteiger trotz einer guten Entwicklung finanziell nicht auf Rosen gebettet ist und bei Transfers jeden Euro zweimal umdrehen muss, ist Funkel zufrieden. „Man muss sich den Gegebenheiten des Vereins anpassen. Wir haben trotz allem eine Mannschaft zusammengestellt, mit der ich sehr gut leben kann“, sagte er.

Weitestgehend unter dem Radar

Die Fortuna hat sich mit Augenmaß verstärkt, den Nachweis ihrer Erstligatauglichkeit müssen die Zugänge aber nahezu durch die Bank noch erbringen. Zweitliga-Torschützenkönig Marvin Ducksch aus Kiel, mit zwei Millionen Euro teuerster Zugang, Hannovers Ersatzstürmer Kenan Karaman als auch die Mittelfeldspieler Alfredo Morales (FC Ingolstadt), Matthias Zimmermann (VfB Stuttgart) und Kevin Stöger (VfL Bochum) wollen sich ebenso durchsetzen, wie das belgische Talent Dodi Lukebakio und Außenverteidiger Diego Contento. Der 28-Jährige gewann mit Bayern München 2013 die Champions League, agierte nach seinem Wechsel ein Jahr später zu Girondins Bordeaux aber weitestgehend unter dem Radar. Das soll sich schnell wieder ändern.

(sid)