Gbamin und der Traum von der Premier League

Foto: Lukas Schulze/Bongarts/Getty Images

Die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Jean-Philippe Gbamin im vergangenen Winter wollte FSV-Sportvorstand Rouven Schröder gewiss als Preissteigerung verstanden haben. Einen Transfer in diesem Sommer bringt der Mittelfeldspieler nun selbst ins Gespräch.

Nach dem Wechsel von Abdou Diallo, den es für 28 Millionen Euro zu Borussia Dortmund zog, war die Tür für einen möglichen Gbamin-Wechsel eigentlich geschlossen. Ursprünglich war die umgekehrte Variante geplant. „Der Transfermarkt ist noch nicht geschlossen, man wird sehen“, sagte Gbamin am Sonntagabend im Trainingslager in Tirol laut Kicker. Ein klares Bekenntnis klingt anders. „Mein Vertrag geht bis 2022, aber ich weiß nicht, was morgen passiert. Vielleicht kommt ein großartiges Angebot, das man nicht ausschlagen kann. Dann sieht die Situation ganz anders aus. Rouven Schröder und mein Berater werden sich noch einmal zusammensetzen, dann werden wir gemeinsam eine Entscheidung fällen“, ergänzte er.

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Sportchef Schröder reagierte am Montag auf die Aussagen seines Schützlings. „Das Schöne aus unserer Sicht ist, dass er nicht auf dem Markt ist“, betonte der 42-Jährige und fügte an: „Jean-Philippe Gbamin beschäftigt sich mit seiner Karriere, und wir haben lieber Spieler mit Ambitionen und Träumen. Dass ein Spieler seine Wünsche äußert, ist völlig legitim. Auch wir als Verein haben aber Ansprüche und müssen uns nicht kleiner machen als wir sind.“ Gbamin träumt von einer Karriere in England, das ist unlängst bekannt. Den FC Liverpool und Manchester United bezeichnete er in der Vergangenheit als seine Lieblingsvereine. In England schließt das Transferfenster in diesem Jahr bereits am 9. August. „Ich wäre nicht enttäuscht“, versicherte Gbamin mit Blick auf einen Verbleib in Mainz. Sein Traum bleibt jedoch die Premier League.