Gelingt Korkut in Freiburg der siebte Streich?

Sechs Spiele, 14 Punkte – unter Tayfun Korkut ist der VfB Stuttgart auf dem Vormarsch. An diese Serie wollen die Schwaben am Freitagabend beim SC Freiburg anknüpfen. Daheim verkaufen sich die Breisgauer bislang teuer.

So richtig ernst ist es für Freiburg in dieser Saison mit dem Abstiegskampf noch nicht geworden. Seit dem 15. Spieltag stand der Klub nicht mehr auf einem der Abstiegsplätze. Ausschlaggebend dafür ist insbesondere die Heimstärke. Während sich der SC auswärts oftmals fahrig und ideenlos zeigt, wurde im Schwarzwald-Stadion schon so manchem Team überraschend der Schneid abgekauft. Gegen Leipzig (2:1) und Leverkusen (0:0) etwa gelangen jüngst daheim Punktgewinne. „Wir stehen gut da“, sagt Christian Streich angesichts von fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang. „Wenn wir es am Ende packen, in der Liga zu bleiben, dann wäre jeder der Jungs ein Stück weiter. Und wir wollen es packen.“ Verzichten muss der SC-Coach am Freitag allerdings auf Amir Abrashi, Caleb Stanko und Yoric Ravet.

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Von Sorgen keine Spur gibt es derzeit in Stuttgart. Während Korkut nach seiner Verpflichtung vor rund anderthalb Monaten ein eisiger Wind ins Gesicht blies, hat der neue VfB-Trainer die Kritiker inzwischen zum Verstummen gebracht. Vier Siege und zwei Remis gab es in bislang sechs Spielen unter Korkuts Regie. Damit hat sich der VfB ins Tabellenmittelfeld vorgearbeitet – und kann den Blick sogar nach oben richten. Während die Abstiegszone bereits neun Punkte entfernt ist, beträgt der Rückstand auf Rang sechs nur sechs Zähler. Ausschlaggebend für die neue Stärke ist die defensive Stabilität. Gerade mal drei Gegentore gab es in den jüngsten sechs Spielen. „Die Mannschaft hat sich eine Regelmäßigkeit erarbeitet in Sachen Ordnung und Bereitschaft“, erklärte Korkut.

SC Freiburg: Schwolow – Stenzel, Gulde, Söyüncü, Günter – Höfler, Koch – Höler, Haberer – Petersen, Kleindienst

VfB Stuttgart: Zieler – Beck, Baumgartl, Pavard, Insúa – Badstuber, Ascacíbar – Thommy, Gentner – Gómez, Ginczek

Solide Grundordnung und defensive Stabilität, dafür sind sowohl die Freiburger in ihren Heimspielen als auch der VfB bekannt. Das Baden-Württemberg-Derby dürfte daher von einer gewissen Vorsichtigkeit geprägt sein. Schaffen Korkuts Stuttgarter wirklich den nächsten Sieg, können sie hinter den Klassenerhalt wohl einen Haken machen – und so langsam tatsächlich Richtung Rang sieben schielen.