Ginczek versüßt Korkuts Heimpremiere

Der VfB Stuttgart hat bei der Heimpremiere von Coach Tayfun Korkut einen 1:0 (1:0)-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach eingefahren. Die Süddeutschen gingen früh in Führung und standen danach defensiv kompakt. Die Gäste zeigten im Angriffsspiel nicht die nötige Qualität.

Für sein erstes Heimspiel als VfB-Trainer wechselte Korkut gemessen am 1:1 in Wolfsburg einmal: Daniel Ginczek startete für Anastasios Donis. Aufseiten der Gäste gab es im Vergleich zum 0:1 gegen Leipzig ebenfalls einen neuen Akteur in der Startelf: Coach Dieter Hecking setzte auf Jonas Hofmann, Patrick Herrmann musste mit der Bank vorliebnehmen.

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Der VfB kam gut in die Partie und machte von Beginn an Druck. Zum ersten Abschluss kam Christian Gentner, der seinen Versuch aus 18 Metern nur knapp am Pfosten vorbei setzte (4.). Besser machte es Ginczek eine Minute später: Nach einem Ballverlust von Hofmann schalteten die Gastgeber über Gentner und Mario Gómez schnell um. Letzterer schickte Ginczek, der die Unordnung in der Gladbacher Defensive ausnutzte und zum 1:0 einschob (5.). Nach dem Gegentreffer probierte Gladbach, das Spiel mit Ballstafetten zu beruhigen, der VfB lauerte auf Konter.

25 Minuten dauerte es, ehe die „Fohlen“ zu ihrem ersten Torabschluss kamen. Lars Stindl probierte es aus spitzem Winkel, stellte Ron-Robert Zieler mit seinem Versuch aber nicht vor Probleme. Kurz darauf wurde es für den Schlussmann allerdings eng: Hofmann zog aus 16 Metern verdeckt ab, sodass der Keeper nach vorne prallen lassen musste. Anschließend hatte er Glück, dass Thorgan Hazard die Kugel nicht kontrolliert auf den Kasten lenken konnte (27.). Nach der Großchance hatten die Gäste mehr vom Spiel, zur Halbzeit blieb es aber beim 1:0.

Gladbach findet keine Mittel

Hecking hatte in der Kabine wohl die richtigen Worte gefunden, denn die Borussia startete stark in den zweiten Abschnitt: Stindl zog kurz nach Wiederanpfiff aus 25 Metern ab, Zieler rettete mit der rechten Hand (46.). Eine Minute später kam der Angreifer wieder zum Abschluss, verzog aber klar (47.). Raffael war zur Halbzeit eingewechselt worden und hatte großen Anteil am guten Gladbacher Auftakt in Durchgang zwei. Volles Risiko gingen die Gäste wissend um die Konterstärke der Heimelf in dieser Phase allerdings noch nicht. Die Mannschaft von Korkut zog sich weiterhin zurück und wartete ab.

Hecking reagierte und brachte Josip Drmić für Denis Zakaria (63.). Nach etwas über einer Stunde kamen die „Fohlen“ durch Raffael zu einem gefährlichen Abschluss, den Zieler entschärfte (63.). Gladbach erhöhte mehr und mehr den Druck, Stuttgart agierte auf dünnem Eis. Mit fortschreitender Spieldauer stand die Heimelf immer tiefer. Drmić sorgte beinahe dafür, dass sich die Passivität rächte. Der Stürmer versuchte es aus 15 Metern mit der Innenseite und verpasste den Ausgleich nur haarscharf (79.). Gladbach bekam vom VfB viel Platz, ließ aber die nötige Tiefe im Spiel vermissen. Auch das Tempo fehlte bei den „Fohlen“. So blieb es am Ende beim 1:0.