Gnabry: „Leben als Profi kann belastend sein“

Serge Gnabry ist einer der Leistungsträger bei der TSG 1899 Hoffenheim. Zum Profi wurde er beim FC Arsenal, wo er mit Per Mertesacker in einer Mannschaft spielte. Gnabry äußerte sich nun zu den kritischen Aussagen seines ehemaligen Mitspielers über den Druck im Profifußball.

„Druck und Anspannung sind enorm hoch, da du immer liefern musst und es immer um deinen Platz geht. Und das spielt auch unterbewusst eine große Rolle“, sagte der 22-Jährige im Gespräch mit dem Klubmagazin Spielfeld. Gnabry spielte zu Beginn seiner Karriere bei Arsenal mit Mertesacker zusammen, der Weltmeister von 2014 war ein wichtiger Ansprechpartner für den Offensivspieler. „Er hat mir wichtige Tipps gegeben und mich unter seine Fittiche genommen, darum habe ich in Bremen auch die Nummer 29 gewählt, die er damals bei Werder auch getragen hat“, machte er seine Bewunderung deutlich.

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„Es wurde zwar schon oft darüber gesprochen, dass das Profi-Leben nicht so leicht ist, wie es für manche Beobachter aussieht: Dass wir nur ab und an trainieren, am Wochenende spielen, ein gutes Leben, ein teures Haus und ein teures Auto haben und nichts dahintersteckt. Eigentlich müsste es mittlerweile aber bekannt sein, dass wir sehr viel dafür investieren und einer großen Erwartungshaltung begegnen“, meinte Gnabry zu den Aussagen des Innenverteidigers, während seiner Karriere extremen Stress empfunden zu haben. Deshalb sei es gut, solche Themen immer wieder anzusprechen, um das Bewusstsein zu schärfen, führte der Hoffenheimer weiter aus. Er betonte, dass „nicht alles von alleine kommt und das Leben als Profi auch belastend sein kann“.

Unterstützer der Common Goal-Iniative

Die Vorzüge des Profi-Daseins will Gnabry nutzen, um anderen Menschen, denen es nicht so gut geht, zu helfen. Deshalb hat er sich der Initiative Common Goal angeschlossen. Diese wurde vom spanischen Nationalspieler Juan Mata gegründet, ihre Mitglieder spenden einen Prozent ihres Gehalts an wohltätige Zwecke. „Uns geht es so gut, wir sind gesund und wir haben jeden Tag die Chance, unseren Traum zu leben. Ich denke, dass so eine kleine Geste für viele andere Menschen auf der Welt etwas bewirken kann“, erklärte der zweimalige A-Nationalspieler. „Ich hatte auch gehofft, dass meine Teilnahme mehr Spieler motiviert, sich anzuschließen. Da ist noch Luft nach oben.“