Götze: „Daran muss ich wachsen“

Foto: Jim Young/AFP/Getty Images

Mario Götze will aus der Nichtberücksichtigung für die WM 2018 Positives für seine Entwicklung ziehen. Der 26-Jährige hatte im WM-Endspiel 2014 noch in der Verlängerung zum 1:0-Siegtreffer gegen Argentinien getroffen.

„Daran muss ich wachsen. Ich muss es als ein Erlebnis akzeptieren, das mir dabei helfen kann, die Zukunft anzugehen und die nächste Stufe zu erreichen“, sagte der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund der Welt am Sonntag. Er habe bereits einen Tag vor Bekanntgabe des Aufgebots von seiner Nichtberücksichtigung erfahren. „Aber ich hatte auch schon vorher ein bestimmtes Gefühl“, sagte Götze. „Als ich Ende März nicht für die Länderspiele gegen Spanien und Brasilien nominiert wurde, habe ich mir gedacht: Es könnte so kommen.“ Von daher sei es „nicht komplett überraschend“ gewesen: „Hart war es trotzdem.“

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Das erstmalige WM-Vorrunden-Aus einer deutschen Nationalmannschaft kam für Götze auch sehr überraschend: „Es ist schwer zu beurteilen, warum es nicht geklappt hat. Ich finde aber, man sollte die Mannschaft jetzt nicht vollkommen schlechtreden.“ Die Forderung nach einem Generationswechsel in der Auswahl des DFB hält er für „überzogen“. Es sei ein normaler Prozess, wenn der eine oder andere Spieler aufhöre, sagte der BVB-Akteur: „Aber jeder muss selbst wissen, ob und wann er diesen Schritt macht.“ Mesut Özil hatte kürzlich seinen Rücktritt aus dem DFB-Team erklärt. Klar ist für Götze, dass die Erwartungshaltung an seine Person weiterhin sehr hoch sein wird. Aber: „Mir ist der Anspruch, den ich an mich selbst stelle, der wichtigste“, sagte der Offensivspieler. „Zuallererst geht es mir darum, meine eigenen Ambitionen zu befriedigen. Es geht um den eigenen Antrieb.“

(cbe/sid)