Gómez schießt VfB in Freiburg zum Sieg

Der VfB Stuttgart hat am Freitagabend einen 2:1 (1:0)-Auswärtssieg beim SC Freiburg eingefahren. Die Schwaben präsentierten sich im Breisgau abgezockt und eiskalt, während der SC nach vorne zu harmlos blieb.

Im Vergleich zum 0:0-Unentschieden in Berlin veränderte SC-Trainer Christian Streich seine Startelf auf zwei Positionen: Für Amir Abrashi (Kreuzbandriss) und Tim Kleindienst standen Nicolas Höfler und Marco Terrazzino auf dem Feld. VfB-Coach Tayfun Korkut vertraute genau der Mannschaft, die am vergangenen Spieltag ein 0:0 gegen RB Leipzig erkämpfte.

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Die Partie im Breisgau startete furios: Gleich mit dem ersten Torschuss des Spiels brachte Mario Gómez den VfB in Führung. Nach einem Freistoß von Dennis Aogo kam der Stürmer vor Freiburgs Keeper Alexander Schwolow an den Ball und nickte ein (4.). Stuttgart zog sich nach der Führung erst einmal zurück. Die Gastgeber leisteten sich derweil zu viele Ungenauigkeiten im Offensivspiel. Die Schwaben standen kompakt und ließen nichts zu. Auf der Gegenseite allerdings wurde es auch kaum gefährlich, sodass die Partie nicht vor Attraktivität strotzte.

Nach etwas über einer halben Stunde zappelte der Ball nach einem erneuten Freistoß von Aogo im Netz, Schiedsrichter Benjamin Brand allerdings entschied auf Foul von Gómez (33.). Wenig später kam Daniel Ginczek zu einer Riesenchance, ließ diese aber liegen (38.). Nach 45 insgesamt wenig attraktiven Minuten ging es mit der Gästeführung in die Kabinen. Freiburg fand insgesamt einfach zu wenig Mittel und erzeugte keine Gefahr.

Gómez kontert Petersens Lupfer

Streich reagierte auf den verhaltenen Auftritt seiner Elf und brachte Florian Kath für Lucas Höler (46.). Der SC brauchte nach Wiederanpfiff etwas Zeit, um auf Temperatur zu kommen, erzielte aber schnell den Ausgleich: Nils Petersen tauchte nach einem Doppelpass mit Nicolas Höfler in einem eigentlich schlechten Winkel vor dem Tor auf, lupfte den Ball aber über Ron-Robert Zieler hinweg ins Netz (53.). Der VfB war in dieser Phase nur nach Standards gefährlich. Stuttgart kombinierte nun und versuchte das Spiel zu beruhigen. Damit nahm die Korkut-Elf den Freiburgern etwas den Schwung aus den Segeln.

Eine Viertelstunde vor Schluss kam der VfB dann selber wieder zu einer guten Chance – und gleich zur erneuten Führung. Wieder war es Gómez, der für die Gäste traf. Andreas Beck flankte den Ball in die Mitte, wo der Stürmer stand und das Leder aufs Tor brachte. Im ersten Versuch scheiterte er noch an Schwolow, den Nachschuss jedoch versenkte er sicher (75.). Freiburg gab sich nicht auf und warf noch einmal alles nach vorne. Für die Schwaben ergaben sich so Kontermöglichkeiten. Christian Gentner hätte das Spiel nach einer solchen beinahe endgültig entschieden, verpasste das 3:1 aber um Haaresbreite (87.). Wenig später pfiff Schiedsrichter Brand die Partie ab.