Grillitsch und das neue Selbstbewusstsein

Foto: Alexander Scheuber/Bongarts/Getty Images

In der Rückrunde der abgelaufenen Saison mauserte sich Florian Grillitsch zum absoluten Leistungsträger bei der TSG 1899 Hoffenheim. Der Mittelfeldakteur erklärt, warum ihm der Aufschwung gelang und blickt mit neuem Selbstverständnis auf die anstehende Spielzeit.

Bis auf den 32. Spieltag gegen Hannover 96 (3:1), wo er gelbgesperrt fehlte, stand Grillitsch in der Rückrunde in jedem Spiel in der Startelf. Der Österreicher bestach als intelligenter Aufbauspieler und sorgte gleichzeitig für Absicherung im auf Offensivfußball ausgerichteten Hoffenheimer Spiel. „Ich gehe mit einem positiven Gefühl in die Vorbereitung, die Rückrunde war auch von mir persönlich sehr gut. Ich hoffe, dass ich daran anknüpfen kann“, meinte Grillitsch laut Kicker im Trainingslager in Windischgarsten. Der Sechser will bei der TSG den nächsten Schritt machen. „Ich wusste selber, woran ich arbeiten muss, ich will mich in dieser Saison noch weiterentwickeln, ich bin erst 22 und noch nicht am Ende meiner Entwicklung, ich kann mich sicher noch in einigen Bereichen verbessern“, erklärte er.

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Großen Anteil an seiner steilen Entwicklung hat Trainer Julian Nagelsmann, der Geduld bewies und Grillitsch trotz holpriger Hinrunde weiter das Vertrauen schenkte. „Julian verlangt, dass du immer wach bist, dass du sofort Anschluss hast, wenn du überspielt wirst, auch in der Defensive, wann man attackiert oder sich besser fallen lässt“, sagte Grillitsch und fügte an: „Das wird über das Training immer besser, irgendwann kommt es zu Automatismen, dann weißt du, in welcher Situationen du was machen musst.“ Dass er sich jetzt auch im internationalen Wettbewerb präsentieren kann, sieht der 22-Jährige als großen Vorteil für seine Entwicklung: „Die Champions League ist noch mal eine ganz andere Bühne, da ist das Niveau noch höher, und wir müssen bis an unsere Grenzen gehen, um dort bestehen zu können.“