Gündoğan und Halstenberg beide „glücklich“

Als „absolut in Ordnung“ bezeichnete Bundestrainer Joachim Löw die Leistung seiner Mannschaft beim unspektakulären 0:0 gegen England im Wembley-Stadion. Für İlkay Gündoğan und Marcel Halstenberg war es mehr als nur ein normales Länderspiel.

Nach dem Schlusspfiff analysierte Löw, dass auf beiden Seiten die Fehlervermeidung höchste Priorität genossen habe. „Beide Mannschaften haben primär diszipliniert in der Abwehr gestanden und keine Räume freigegeben. In der ersten Halbzeit haben wir es in manchen Phasen gut gemacht, schnell nach vorne gespielt und den Angriff zu Ende gebracht. Da hatten wir drei gute Chancen. Das hat in der zweiten Halbzeit gefehlt“, resümierte der 57-Jährige.

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Verbesserungsbedarf sieht Löw vor allem in der Umschaltbewegung: „Wir müssen uns mit Blick auf die WM daran erinnern, dass wir nach Ballgewinn schnell umschalten und mit hoher Dynamik vors Tor wollen.“ Leroy Sané bemängelte zudem die Chancenverwertung. „Wir hatten gute Gelegenheiten, das Spiel zu gewinnen. Insbesondere in der ersten Halbzeit haben wir gut nach vorne gespielt. Mich persönlich ärgert es sehr, dass ich meine Chancen nicht genutzt habe“, erklärte der Außenstürmer von Manchester City.

Rückkehrer Gündoğan und „Spätstarter“ Halstenberg

Sanés Teamkollege Gündoğan, der nach fast einem Jahr Pause sein Nationalmannschaftscomeback feierte, war nach der Partie natürlich „sehr glücklich“. „Ich denke, ich habe schnell meinen Spielrhythmus gefunden. Ich bin über die leichten Dinge gut ins Spiel gekommen“, sagte der 27-Jährige zu seinem Auftritt. Bundestrainer Löw meinte, man spüre Gündoğans „große Qualität“, er werde aber noch ein paar Spiele brauchen, „um in den Rhythmus zu kommen“.

Leipzigs Halstenberg konnte bei seinem Debüt im Nationaltrikot durch einen abgeklärten, unaufgeregten Auftritt als Linksverteidiger überzeugen. „Marcel Halstenberg hat seine Sache sehr gut gemacht, was nach zwei kurzen Trainingseinheiten mit der Mannschaft und vor knapp 90.000 Zuschauern in Wembley nicht so einfach ist“, lobte Löw. Der 26-Jährige bezeichnete sich nach seinem Einstand im DFB-Team als „glücklicher Spätstarter“ und sagte, er sei „froh und glücklich“ über sein Debüt.