Guirassy trainiert wieder mit dem Ball

Nach dem 2:0-Sieg des 1. FSV Mainz 05 gegen den SC Freiburg am Montagabend sind die Chancen des Tabellenletzten 1. FC Köln auf den Klassenerhalt nur noch minimal. Dennoch bereiteten sich die „Geißböcke“ am Dienstagvormittag darauf vor, ihren Fans einen versöhnlichen Saisonabschluss zu bereiten.

Zum Auftakt in die Trainingswoche und die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den FC Schalke 04 am Sonntagabend (18 Uhr) ließ FC-Trainer Stefan Ruthenbeck seine Profis viel an den Spielformen arbeiten. Stürmer Sehrou Guirassy trainierte dabei erstmals seit seiner Operation am Sprunggelenk Anfang März wieder mit dem Ball. Der 22-Jährige arbeitete gemeinsam mit Kölns Rehatrainer Dennis Morschel fleißig an seinem Comeback. Guirassy absolvierte in der laufenden Saison 22 Pflichtspiele für die erste Mannschaft der Rheinländer. Dabei erzielte er sieben Treffer und bereitete einen vor.

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Coach Ruthenbeck äußerte sich nach der Einheit zur beinahe aussichtslosen tabellarischen Lage des Vereins. „Wir haben jetzt neun Punkte Rückstand und wissen selber, dass es fast unmöglich ist, das aufzuholen. Aber noch geht es ja um etwas“, sagte der Übungsleiter. Ruthenbeck spürt eine Verantwortung gegenüber den Kölner Anhängern, die letzten vier Ligaspiele anständig zu bestreiten. Auf sein Engagement als Cheftrainer des FC, das im Sommer beendet sein wird, blickt er positiv: „Ich habe hier die Möglichkeit, mit Erstligaspielern zu arbeiten. Das ist für mich schon etwas Besonderes, vor allem hier in Köln.“

Ruthenbeck gesteht Fehler ein

Die Hypothek von nur drei Punkten aus den ersten 16 Saisonspielen scheint letztlich zu groß gewesen zu sein, um den Abstieg noch zu verhindern. „Wir waren oft nah dran. In den entscheidenden Spielen konnten wir dann unsere guten Leistungen aus den Spielen gegen Leipzig (2:1) und Leverkusen (2:0) nicht wiederholen“, meinte Ruthenbeck. „Vielleicht war der Druck dann einfach zu groß. Ich habe mit Sicherheit auch falsche Entscheidungen getroffen.“ Für den Kampfgeist, den die Mannschaft auch in schwierigen Phasen auf den Platz brachte, sprach der 45-Jährige den Spielern seinen Respekt aus: „Die Jungs haben immer auf Sieg gespielt und alles versucht. Das muss man einfach anerkennen.“